Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

Hasenfest 2014 - Infostand in Stuttgart

19 April, 2014 - 10:00 - 18:00

Unter dem Motto „Gut ohne Gott“ feiern mehrere säkulare und humanistische Organisationen das Hasenfest als einen Aktionstag für eine offene Gesellschaft und gegen religiöse Intoleranz.

Das Aktionsbündnis Hasenfest 2014 ruft dazu auf, sich in ethischen Fragen nicht an „heiligen Büchern“ zu orientieren, die in weiten Teilen reaktionär, antidemokratisch und inhuman sind, sondern an universellen menschlichen Fähigkeiten: der Vernunft, Liebe, Toleranz und der Verantwortung gegenüber sich selbst und Anderen.

Besuchen Sie den gemeinsamen Infostand der Humanisten Baden-Württemberg und der GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar am Samstag, den 19. April, ab 10 Uhr auf der Königstraße Höhe Büchsenstraße. Halten Sie Ausschau nach den Langohren!

  • Machen Sie den Atheistentest oder prüfen Sie, wie gläubig Sie wirklich sind.
  • Informieren Sie sich über den Kirchenaustritt und die Abmeldung vom Religionsunterricht
  • Setzen Sie gemeinsam mit Gleichgesinnten ein Zeichen und erledigen Sie den Kirchenaustritt noch zum Hasenfest!
    Bonus der GBS Stuttgart: Vier Kirchenaustritte gibt es gratis!

 

Michael Schmidt-Salomon: "Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich" - Lesung in Stuttgart

4 Juni, 2014 - 19:00

Hoffnung MenschIst der Mensch tatsächlich nur ein "fataler Irrläufer der Natur", um den es nicht schade wäre, würde er von der Erde verschwinden? Nein, sagt Philosoph und Bestsellerautor Michael Schmidt-Salomon: Denn die biologische und kulturelle Entwicklung unserer Spezies zeigt, dass wir das Potential haben, immer besser, immer "humaner" zu werden. "Hoffnung Mensch" ist ein beeindruckendes, augenöffnendes Plädoyer für den Glauben an die Menschheit.

Der Mensch ist das mitfühlendste, klügste, fantasiebegabteste, humorvollste Tier auf diesem Planeten. Er hat Kunstwerke von atemberaubender Schönheit hervorgebracht und raffinierteste Methoden entwickelt, um die Geheimnisse des Universums zu lüften. Nie zuvor gab es ein Lebewesen, das sich so aufopferungsvoll um Kranke und Schwache kümmerte, das so unermüdlich für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfte – trotz aller Niederlagen. Über die dunkle Seite der Menschheit ist viel geschrieben worden, ihre Sonnenseite fiel meist unter den Tisch. Michael Schmidt-Salomon zeigt sie in seinem neuen Buch "Hoffnung Mensch" auf. Eine Liebeserklärung an unsere oft verkannte Spezies, die es wert ist, dass wir uns für sie engagieren, statt vorauseilend vor der Irrationalität der Welt zu kapitulieren.

Stellungnahme zur aktuellen Debatte um den Bildungsplan 2015 des Landes Baden-Württemberg

Die Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar der gbs unterstützt das Vorhaben der baden-württembergischen Landesregierung, das gesellschaftliche Miteinander durch mehr Akzeptanz sexueller Vielfalt zu fördern. Wer Realitäten wie lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere (LSBTTIQ) Menschen und Lebensformen aus dogmatischen Gründen nicht als gleichwertig anerkennt ist intolerant. Die Verankerung der Gleichwertigkeit aller Menschen im Bildungsplan, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität oder ihren Lebensentwürfen ist ein Schritt hin zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Es ist an der Zeit, die menschlichen Realitäten zu akzeptieren. Die sexuelle Vielfalt ist Teil der Natur – beim Mensch ebenso wie in der Tierwelt. Wir setzen auf Aufklärung und Humanismus, ebenso auf wissenschaftliche Erkenntnisse, statt althergebrachte Vorurteile und Dogmen zu akzeptieren. Der Homophobie und Menschenfeindlichkeit sollten wir gemeinsam entgegentreten, unabhängig von der persönlichen Weltanschauung und politischen Ausrichtung.

Wir haben uns bei der („Gegen-Gegen-“)-Kundgebung am 1. Februar 2014 auf dem Schillerplatz in Stuttgart beteiligt und werden uns auch an der Kundgebung am 1. März 2014 auf dem Marktplatz in Stuttgart beteiligen, zusammen mit zahlreichen weiteren Organisationen. Siehe: http://www.csd-stuttgart.de/2014/index.php/neues/82-pro-bildungsplan.

Petition: Freilassung und Redefreiheit für den jungen saudischen Blogger Raif Badawi

Ein Land ohne Redefreiheit ist auf mutige Leute wie Raif Badawy angewiesen. Dem Blogger droht für seine kritischen Äußerungen zu Religion und Politik in Saudi-Arabien ein harte Strafe.
Unterstützen Sie folgende Petitionen um sein Schicksal bekannter zu machen und auch anderen Aktivisten Rückhalt in der Öffentlichkeit zu geben.

Petition unterzeichnen auf Avaaz.org

Petition auf Change.org

Kretschmann vertritt die Interessen der Kirchen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in den letzten Wochen mehrfach gegenüber den Medien erklärt, dass er die Trennung von Staat und Kirche für einen großen Fehler hält. Es ist sein gutes Recht, dieser Meinung zu sein und diese auch öffentlich zu vertreten. Schwierig wird es, wenn er das in seiner hervorgehobenen Rolle als Politiker tut.

Der vollständige Artikel unseres Regionalgruppenmitglieds kann im Humanistischer Pressedienst (hpd) nachgelesen werden.

Ein Sprecher des "Bundesweiten Arbeitskreises Säkularer Grüner" hat den Artikel ebenfalls im hpd kommentiert.

Interview mit Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der GBS

Im Interview mit der Redaktion Humanismus & Aufklärung der GBS Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar skizziert Michael Schmidt-Salomon Selbstverständnis, Tätigkeitsfelder und Ziele der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Gespräch wurde in der Mai- und Juni-Sendung der Regionalgruppe im FRS (Freies Radio für Stuttgart) ausgestrahlt und kann nun nachgehört werden.

Teil 1/2

Kirchentag 2015 in Stuttgart

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart statt.

Wieder einmal entzieht sich der Staat seiner gebotenen weltanschaulichen Neutralität, indem er die Veranstaltung mit 8,6 Mio. Euro bezuschusst.

Bereits in der öffentlichen Sitzung am 24.02.2011 hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart die Förderung des Evangelischen Kirchentags 2015 beschlossen (Gemeinderatsdrucksache 921/2010). Neben einem Zuschuss in Höhe von 2.500.000 EUR werden Sachleistungen und Gebührenbefreiungen in Höhe von maximal 711.000 EUR gewährt. Das Land Baden-Württemberg stellt zusätzlich 5 Mio. und der Bund 400.000 Euro.

In der Vergangenheit zahlten Stadt, Land und Bund:

  • Köln 2007: 5 Millionen
  • Bremen 2009: 7,5 Millionen
  • Dresden 2011: 7,5 Millionen
  • Hamburg 2013: 7,5 Millionen

Nicht eingerechnet sind Bereitstellungskosten für Gemeinschaftsunterkünfte und Einsätze von  Feuerwehr, Polizei und THW.

Quellen:

 

Christenverfolgung, Mission und Open Doors

Bildhafte Darstellung des Kreuzzugsgedanken: Christus auf dem Weg nach Jerusalem, gefolgt von Rittern. 14.Jh. British Museum

Die Anschlagsserie in Pakistan vom 11. Jan. 2013, die sich gegen muslimische Schiiten richtete und mehr als 100 Tote forderte, zeigt exemplarisch, dass religiöse Gruppierungen und radikale religiöse Minderheiten ebenso wie Ungläubige und Atheisten heute vielerorts von religiös motivierten Auseinandersetzungen betroffen sind, denen die Welt hilflos gegenübersteht. Auch christlicher Missionare.

Die verschiedensten, teilweise radikalen Ausrichtungen des Islam bekämpfen sich gegenseitig, je nach den Machtverhältnissen und der wirtschaftlichen Situationen eines Landes. Ex-Muslime und bekennende Atheisten sind in diesen Ländern noch mehr gefährdet als bekennende Christen.

Das Problem ist die fehlende Religionsfreiheit und Freiheit von der Religion in islamfreundlichen Staaten. Mit falscher Toleranz, Selbstzensur und Einknicken vor radikalen Drohungen verschaffen wir uns in Deutschland keinen Respekt, sondern bieten den Freiraum für die Aktivitäten radikaler Gruppierungen. Die Bundesregierung sollte nicht einseitig die Christenverfolgung in diesen Ländern beklagen, sondern sich für die Umsetzung des Allgemeinen Menschenrechts der Religionsfreiheit einsetzen.

ProChrist 2013 - Christliche Fundamentalisten in Stuttgart

Vom 3. bis 10. März 2013 findet in der Porsche-Arena die Massenevangelisation ProChrist 2013 statt. Dabei wird vor Ort und mittels Satelliten-TV intensiv missioniert.

Was man wissen sollte:

  • ProChrist e. V. organisiert zusammen mit evangelikalen Freikirchen etwa alle zwei bis drei Jahre mehrtägige Großveranstaltungen wie ProChrist oder JesusHouse. Sie werden dabei seit 2002 von den evangelischen Landeskirchen offen unterstützt.
  • Die meisten Evangelikalen nehmen die Aussagen der Bibel wörtlich, verleihen ihr also das Image eines absoluten Wahrheitsanspruchs. Die Bibel bildet ihr Lebensfundament. Man nennt sie deshalb auch „christliche Fundamentalisten“.
  • Nach außen geben sich die Gruppierungen gemäßigt. In den Gemeinden entwickeln sich aus strenger Textgläubigkeit und emotional aufpeitschenden Predigten oftmals extremistische Haltungen. Nächstenliebe wird gepriesen und "Fernstenhass" akzeptiert oder sogar vermittelt (zum Beispiel gegen Andersgläubige oder Homosexuelle). Ebenso werden wissenschaftliche Erkenntnisse (Evolutionstheorie) abgelehnt, weil sie der Schöpfungsgeschichte aus der Bibel widersprechen. Manche Eltern züchtigen ihre Kinder (v.a. Söhne), weil es so in der Bibel steht (siehe www.mission-gottesreich.de...).
  • Natürlich ist nicht jeder Evangelikale ein demokratie-gefährdender Fundamentalist. Aber genauso wie man keine Rechtsradikalen in CDU-Ortsverbänden dulden sollte, sollte von ProChrist ein Ausschluss extremer Gruppierungen und eine entschiedene Distanzierung zu Meinungen, die den Grundrechten entgegenstehen, gefordert werden.
  • Evangelikale sind der offensiven Missionsarbeit verpflichtet. Die Zahl ihrer Anhänger weltweit hat sich von 1970 bis 2010 verdreifacht und liegt heute bei etwa einer halben Milliarden Menschen.
  • Die aktuelle Form der evangelikalen Bewegung stammt aus den USA.
  • Bei ihren Missionierungsveranstaltungen setzen evangelikale Organisationen (ähnlich wie Sekten und Ausrichter von Bierzelt-Spektakeln) psychologische Methoden zur Beeinflussung von Menschenmassen ein. Ganz natürliche, biochemisch begründbare Emotionen werden dabei als "Gegenwart Gottes" verkauft.

Europäische Werte verteidigen

"Wir haben Prinzipien in Europa, die hart erworben wurden und nicht einfach so vom Himmel gefallen sind, sondern nach vielen Kämpfen und vielem Blutvergießen erstritten worden sind. Wenn Europa zutiefst an Recht und Frieden glaubt, dann muss es im Namen des Friedens an diesen Prinzipen festhalten." (Abdelwahab Meddeb)

"Wir dürfen keine Angst vor diesen Leuten haben und wir dürfen uns auch nicht von ihnen einschüchtern lassen. Wir müssen einfach immer weiter machen, sprechen, sprechen und nochmals sprechen, schreiben, schreiben und nochmals schreiben, um damit 'Nein', 'Nein', 'Nein' zu sagen, und zwar um ihnen zu zeigen, dass ein anderer Weg ... möglich ist." (Abdelwahab Meddeb)

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