Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

„Das Leben des Brian“ - Karfreitags-Aufklärung und Filmvorführung

19 April, 2019 - 20:00 - 22:00


Eintritt frei

Update 17.04.2019
Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat am 16.04. unseren Eilantrag entschieden. Der Film darf unter Auflagen gezeigt werden.
Presseecho:
- Stuttgarter Zeitung 16.04.: Gericht erlaubt „Das Leben des Brian“
- hpd 17.04.: Karfreitag in Baden-Württemberg: Eiertanz um Brian
- tagesschau.de 18.04.: Tanzverbot an Karfreitag: Gängelung am "Stillen Tag"?
- tagesschau.de 19.04.: Tanzverbot und Filmvorführungen: Initiativen kritisieren Auflagen für Karfreitag
- zeit.de 18.04.: Tanzverbot: Wolfgang Thierse verteidigt den Karfreitag
- focus.de 18.04.: Partyalarm an Karfreitag: SPD-Grande pfeift Juso-Chef Kühnert zurück
- Stuttgarter Zeitung 15.04.: Darf „Das Leben des Brian“ an Karfreitag gezeigt werden?

Bitte beachten: Die Veranstaltung ist für maximal 80 Personen zugelassen. Wenn diese Personenzahl erreicht ist, können keine weiteren Teilnehmer mehr zugelassen werden. Der Einlass beginnt um 19:30 Uhr. Das Café in der Weissenburg ist vor und während der Filmvorführung geöffnet.

GEGEN DIE RELIGIÖSE TRISTESSE: ALWAYS LOOK ON THE BRIGHT SIDE OF LIFE

Nach dem legendären Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 27. Oktober 2016, mit dem letzteres das zweifelhafte Tanzverbot für Bayern nach 10-jährigem Rechtsstreit mit nur wenigen Auflagen aufhob, war unsere Erwartung, dass auch in dem pietistischen Baden-Württemberg an Karfreitag die Vorführung des Films „Das Leben des Brian“ – im ersten Anlauf ohne „Party“ und ohne Tanzveranstaltung – genehmigt werden müsste. Wie man sich täuschen kann. Wir möchten die in Bayern und in Nordrhein-Westfalen erkämpften Freiheiten bei der Genehmigung von Karfreitagsveranstaltungen auch für Bürger in Stuttgart/Baden-Württemberg durchsetzen.

Erfahrung mit der Karfreitagsveranstaltung 2018 in Stuttgart

Im Jahr 2018 hat Werner Koch im Namen der gbs-Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. am 20. Februar 2018 einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt. Dieser wurde zwei 2 Tage vor Karfreitag, am 27. März, kostenpflichtig abgelehnt. Die Argumente für die Ablehnung haben die befragten Kirchen dem Ordnungsamt geliefert; die Kirchen beharren auf ihr durch das Gesetz festgeschriebene Recht auf stille Feiertage.

Lediglich für den Einführungsvortrag zur „Aufklärung über das Feiertagsgesetz und die historische Betrachtung des Lebens Jesu bis zur Kreuzigung“ wurde eine Teilgenehmigung erteilt; aber jegliche Filmvorführung wurde untersagt. Auch ein Eilantrag an das Verwaltungsgericht Stuttgart wurde noch am 29. März kostenpflichtig abgelehnt.

Die Regionalgruppe Stuttgart der Giordano Bruno Stiftung fand trotzdem eine Möglichkeit, den Film vorzuführen. Sie hat eine (Spontan-)Demonstration angemeldet und die Filmvorführung zusätzlich in einen wissenschaftlichen Vortrag mit dem Titel: "Blasphemie ist nicht strafbar" eingebettet.

Tanzdemo Stuttgart 2019

19 April, 2019 - 17:00 - 20:00

Tanzdemo für die Trennung von Staat und Kirche und gegen das Tanzverbot.

Veranstalter:
Piratenpartei Stuttgart, Jusos Stuttgart, Partei der Humanisten Baden-Württemberg, gbs Stuttgart

Details:
Piratenpartei Stuttgart: Stuttgart demonstriert für Trennung von Staat und Kirche
https://www.facebook.com/events/552769778463776/

Buskampagne 2019 - Schlussmachen. Jetzt!

21 Mai, 2019 (All day)

Vor 10 Jahren stand unsere säkulare Buskampagne unter dem Motto „Gottlos glücklich“. Wir fuhren mit dem Bus durch die Republik, um darauf hinzuweisen, dass viele Millionen Menschen in Deutschland ein freies, sinnerfülltes Leben führen, ohne auf religiöse Vorstellungen zurückzugreifen. Unsere Botschaft, dass in diesem Land mehr konfessionsfreie Menschen als Katholiken oder Protestanten leben, ist inzwischen in der Gesellschaft angekommen.

An den politischen Verhältnissen hat sich in den letzten 10 Jahren jedoch kaum etwas geändert. Denn noch immer finanziert der deutsche Staat die Kirchen mit Milliardenbeträgen. Und noch immer schränken religiös beeinflusste Gesetze die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger von der Wiege bis zur Bahre ein. Deshalb steht die säkulare Buskampagne 2019 unter dem Motto „Schlussmachen jetzt!“:

Wir fordern die konsequente Trennung von Staat und Religion sowie die strikte Beachtung des Verfassungs­gebotes der welt­anschaulichen Neutralität des Staates!

Am 21. Mai 2019 macht die Buskampagne Station in Stuttgart.

Religionszugehörigkeiten in Stuttgart 1900 - 2018

Die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland hat eine ausführliche Zusammenstellung der Religionzugehörigkeiten in Stuttgart veröffentlicht.

https://fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-stuttgart-1900-2018

 

 

Vortrag Lale Akgün: Islam und säkularer Staat - Ein Widerspruch? - Schluss mit der Vorherrschaft des konservativen Islams in Deutschland

16 Mai, 2019 - 19:00 - 21:00

Gibt es aufgeklärte Muslime? Dr. Lale Akgün, die es seit langem stört, dass das Bild des Islams in Deutschland von Kopftuch tragenden Frauen und jungen Männern in salafistischem Outfit bestimmt wird, meint ja. Von Stereotypen profitiert nicht nur die fremdenfeindliche Rechte, sondern auch der politische Islam. Als säkulare Muslimin will Akgün auch andere darin bestärken, sich vom konservativen Gebots-Islam der Funktionäre zu emanzipieren.
Sie beschreibt die Gesichter des politischen Islams und Mechanismen, die dazu führen, dass orthodoxe Strömungen ihren Einfluss ausweiten. Sie reflektiert gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die einen liberalen Islam begünstigen würden, und fordert einen säkularen Staat, in dem alle Religionen ihren Platz haben und gleichberechtigt behandelt werden, aber nicht das öffentliche Leben bestimmen können.

Dr. Lale Akgün ist approbierte Psychotherapeutin und publizierte zu den Themen Migration, Integration und Islam. Von 2002 bis 2009 war sie für die SPD Mitglied des Bundestages und islampolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Sie veröffentlichte u.a. den Bestseller "Tante Semra im Leberkäseland", den Roman "Der getürkte Reichstag" und das Sachbuch "Aufstand der Kopftuchmädchen". Sie ist derzeit als Senior Researcher an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg tätig.

Im November 2018 hat sie gemeinsam mit Cem Özdemir, Seyran Ateş, Hamed Abdel-Samad, Ahmad Mansour, Necla Kelek, Bassam Tibi, Ali Ertan Toprak, Ralph Ghadban und Susanne Schröter die Initiative säkularer Islam gegründet, die für eine weitgehende Trennung von Religion und Politik eintritt, sich für einen zeitgemäßen, aufgeklärten, demokratiefähigen Islam einsetzt, der selbstkritisch und offen für Kritik von außen ist und der die Anerkennung der Islamverbände als Körperschaften des öffentlichen Rechts aufgrund demokratischer Vorbehalte ablehnt.

Ihr aktuelles Buch heißt: „Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime. Schluss mit der Vorherrschaft des konservativen Islams in Deutschland“. Das Buch wird auch Grundlage ihres Vortrages sein.

Wann?
Donnerstag, 16.05.2019, 19:00 bis ca. 21:00 Uhr
Einlass: ab 18:30 Uhr

Wo?
Bürgerhaus KURSAAL Cannstatt, Großer Kursaal
Königsplatz 1
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Anfahrt
Öffentlicher Nahverkehr
Die U2 (Richtung Neugereut) fährt vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Kursaal“ im 10-Minutentakt und braucht dafür 12 Minuten.
Mit der U1 und U13 gelangt man nach Bad Cannstatt in die Nähe des Kursaals.
S1, S2 und S3 nach Bad Cannstatt.
Parkhaus / Tiefgarage
Tiefgarage am Kursaal Bad Cannstatt

Eintritt
10 Euro / 8 Euro (ermäßigt und Mitglieder)
Reservierung unter: reservierung@gbs-stuttgart.de

Veranstalter
gbs–Stuttgart (Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung)

Kooperationspartner
Die Humanisten Baden-Württemberg

Vortrag Dr. Carsten Frerk: Kirche - Beste Geschäftsidee. Zum Marketing vor allem der katholischen Kirche.

21 Mai, 2019 - 19:00 - 21:00

Der vielfach ausgezeichnete Publizist und Experte für Kirchenfinanzen widmet sich der Frage, wie aus einer kleinen, neu gegründeten Glaubensgemeinschaft in einer unbedeutenden und abgelegenen Region des Imperium Romanum die bedeutendste (katholische) Weltreligion wurde und wie sie diese Marktposition – trotz aller Krisen - bislang behauptet hat.
Es beginnt mit dem ersten Marketingdirektor, Paulus, der nicht nur die Marke Christentum formte, sondern auch im Direktmarketing äußerst erfolgreich war. Mit dem Umzug in die Hauptstadt wird dann die Frage geklärt, wie sie dort und in der Branche zum Marktführer wurde, warum die christliche Kirche nicht aus dem römischen Tempel, sondern aus der römischen Markthalle entwickelt wird und warum die traditionelle Kirche wie ein heutiger Supermarkt konzipiert ist.
Es wird nach den Gestaltungsprinzipien einer klassischen ‚corporate identity‘ gefragt und inwiefern die ‚point of sales‘ traditionell in 1a-Lagen stehen, bis hin zu den aktuellen Entwicklungen einer Internationalisierung des Aufsichtsrates, dem – seit langer Zeit – nicht-europäischen CEO-C (Chief Executive Officer – Cardinal) und dem Trend „Kreditkarte statt Klingelbeutel“. Zudem wird die Frage erörtert: „Was ‚verkauft‘ die Kirche eigentlich?“
Eine Fülle von Themen und Facetten, die ernsthaft, aber auch mit heiterer Gelassenheit, eine Geschichte der Kirche aus einer Sichtweise skizziert, die nur selten zu hören ist.

Über Carsten Frerk
Carsten Frerk, geboren 1945. Studium der Politikwissenschaft (Dipl. Pol.), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin (Dr. rer. pol.). Freier Autor und Publizist; zuletzt erschienen Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010) und Gottes Werk und unser Beitrag. Kirchenfinanzierung in Österreich (zus. mit Christoph Baumgarten, 2012). Bis 2013 war er Chefredakteur des Humanistischen Pressedienstes (hpd.de), der unter seiner Führung zum wichtigsten Online-Medium der säkularen Szene wurde. Aktuell ist er Leiter der außeruniversitären Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid.de). Der Sozialwissenschaftler gilt als ein profunder Kenner der kirchlichen Finanzen.

Wann?
Dienstag, 21.05.2019, 19:00 bis ca. 21:00 Uhr
Einlass: ab 18:30 Uhr

Wo?
Bürgerhaus KURSAAL Cannstatt, Kleiner Kursaal
Königsplatz 1
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Anfahrt
Öffentlicher Nahverkehr
Die U2 (Richtung Neugereut) fährt vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Kursaal“ im 10-Minutentakt und braucht dafür 12 Minuten.
Mit der U1 und U13 gelangt man nach Bad Cannstatt in die Nähe des Kursaals.
S1, S2 und S3 nach Bad Cannstatt.
Parkhaus / Tiefgarage
Tiefgarage am Kursaal Bad Cannstatt

Eintritt
8 Euro / 6 Euro (ermäßigt und Mitglieder)
Reservierung; reservierung@gbs-stuttgart.de

Veranstalter
gbs–Stuttgart (Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung)

Kooperationspartner
Die Humanisten Baden-Württemberg

Treffen der Säkulare Flüchtlingshilfe Stuttgart und Stammtisch der gbs-Stuttgart

31 März, 2019 - 12:00 - 15:00

Nach dem Vorbild der "Säkularen Flüchtlingshilfe Köln" und von anderen Regionalgruppen, z. B. in Berlin und Leipzig bildet sich in Stuttgart eine Regionalgruppe „Säkulare Flüchtlingshilfe Stuttgart“.

Alle, die an einem Treffen säkularer Flüchtlinge interessiert sind, sind herzlich willkommen!

Wir möchten auf einfache und lockere Art Gespräche ermöglichen. Neu Angekommene und hier Aufgewachsene können sich ohne Agenda oder festen Rahmen über Themen wie Alltag, Heimat oder Flucht austauschen. Das Treffen lebt von dem, was jeder an Neugierde und Erwartungen mitbringt. Lebhafte Diskussionen, spannende An– und Einsichten sollen zu einem angenehmen Sonntagmittag in ungezwungener Atmosphäre beitragen.

Dieser Termin ist zugleich das Stammtisch-Treffen der gbs-Stuttgart, welches im Rhythmus von zwei Monaten stattfindet.

Wo:
Asia Mai Spezialitäten
Katzenbachstr. 22
70563 Stuttgart-Vaihingen

Säkularer Humanismus als Alternative zu Religionen (Monatliche Sendung im FRS)

27 Februar, 2019 - 20:00 - 21:00

Unser Thema heute lautet: Säkularer Humanismus als Alternative zu Religionen, speziell „Evolutionärer Humanismus“ wie ihn Julian Huxley 1964 mit seinem gleichlautenden Essay begründet hat.

Weitere Informationen:

Tun Sie was. Treten Sie aus.

Mindestens 1670 Missbrauchstäter. Mindestens 3677 (minderjährige) Opfer sexuellen Missbrauchs.

Am 25. September 2018 wurde auf der Deutschen Bischofskonferenz die Studie "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" vorgestellt. Aus dieser geht hervor, dass im Zeitraum von 1946 bis 2014 mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Kleriker wurden. Als Täter dieser Verbrechen wurde eine Zahl von mindestens 1.670 Personen ermittelt. Dies sei eine "untere Schätzgröße", die tatsächliche Zahl sei "vermutlich in einem nicht unbeträchtlichen Maße" höher.

Den Autoren der Studie wurde kein direkter Zugriff auf die Kirchenarchive gewährt, sondern sie waren auf anonymisierte Daten angewiesen, die ihnen von den beteiligten Diözesen zur Verfügung gestellt wurden. Teilweise wurden Akten durch Kirchenmitarbeiter vernichtet oder nachweislich manipuliert.

 

Die katholische Kirche unternimmt bis heute keine ernsthaften Anstrengungen zur schonungslosen Aufarbeitung der Verbrechen sowie der jahrzehntelangen systematischen Vertuschung. Statt dessen bestehen eben jene Strukturen fort, die sich seit jeher vor allem für den Täter- und nicht den Opferschutz einsetzen und die durch das Vereiteln einer Bestrafung der Missbrauchstäter in ihren eigenen Reihen aktiv mit dazu beigetragen haben, dass diese (z.B. nach einer Strafversetzung) immer wieder neue Opfer fanden.

Wer angesichts von Verbrechen solchen Ausmaßes weiterhin Mitglied bleibt, verleiht der katholischen Kirche allein hierdurch nicht nur gesellschaftspolitische Legitimation, sondern finanziert durch die Kirchensteuer darüber hinaus auch die genannten kriminellen Strukturen samt Vertuschung und Strafvereitelung.

Kein Grund für schlechtes Gewissen - im Gegenteil

Die beiden christlichen Großkirchen in Deutschland sind keine Wohlfahrtsverbände, sondern staatlich subventionierte, milliardenschwere Wirtschaftskonzerne, die nur einen verschwindend geringen Teil ihres Vermögens für karitative Zwecke ausgeben.

Die Kirchensteuer wird hauptsächlich für die kirchliche Verwaltung verwendet, die nicht nur die in der Studie erwähnten Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche und deren Vertuschung begünstigte. Besonders die katholische Kirche verfolgt darüber hinaus eine Agenda der Diskriminierung gegenüber Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen.

Ein schlechtes Gewissen beim Nachdenken über einen Kirchenaustritt ist also nicht nötig.
Falls auch Sie etwas gegen systematischen Missbrauch und systematische Diskriminierung unternehmen möchten, dann:

Tun Sie was. Treten Sie aus.

 

Zur Situation in Baden-Württemberg

Das Bundesland Baden-Württemberg entstand im Jahr 1952 aus Baden und Württemberg. Die Kirchen haben diesen staatliche Zusammenschluss nicht nachvollzogen und es gibt in Baden-Württemberg zwei  (von 27) katholische Diözesen (Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart) und zwei (von 20) evangelische Gliedkirchen. Evang. Landeskirche in Baden mit Sitz in Karlsruhe und die Evang. Landeskirche in Württemberg mit Sitz in Stuttgart.

Nachfolgend die Missbrauchszahlen aus der Studie für die beiden katholischen Diözesen. Für die Evangelische Kirche gibt es keine vergleichbare Zusammenstellung, was nicht heißt, dass es in evangelischen Kirchen keine Missbrauchsfälle gab. Das Beispiel Korntal zeigt, dass sich auch die evangelische Kirche mit der Aufarbeitung schwer tut.

Zahlen zum Missbrauch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Württemberg)

Der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind 72 seiner Kleriker bekannt, die des Missbrauchs an Minderjährigen beschuldigt werden; 45 davon sind bereits gestorben. Die Zahl der Opfer in Württemberg taxierte eine Sprecherin auf 100 bis 200 Personen, die nicht nur durch Kleriker der Diözese geschädigt wurden, sondern auch durch Ordensleute und Laien, etwa im Dienst der Caritas.

Zahlen zum Missbrauch im Erzbistum Freiburg (Baden)

Über 442 Opfer von sexueller Gewalt hat es im Erzbistum Freiburg gegeben und über 190 Beschuldigte, davon 164 Priester, zwölf Ordensangehörige und vier Diakone. Das haben die Auswertungen von 4.114 Akten aus dem Zeitraum von 1946 bis Dezember 2015 ergeben. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Im Moment sind drei aktuelle Missbrauchsfälle im Erzbistum anhängig. Das Thema Zölibat will Erzbischof Burger weiterhin in der Bischofskonferenz ansprechen.

Weitere Informationen:

Der heilige Paulus, Teil 1 (Monatliche Sendung im FRS)

26 Dezember, 2018 - 20:00 - 21:00

Paulus war eine einflussreiche und äußerst kontroverse Person, die viele der üblen Eigenschaften des Christentums vorwegnahm. Diese Folge befasst sich mit seinem Leben, den zahlreichen Konflikten, die er mit anderen ausfocht, und dem, was von ihm bleibt.

Weitere Informationen:

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