Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

Säkularer Humanismus als Alternative zu Religionen (Monatliche Sendung im FRS)

27 Februar, 2019 - 20:00 - 21:00

Unser Thema heute lautet: Säkularer Humanismus als Alternative zu Religionen, speziell „Evolutionärer Humanismus“ wie ihn Julian Huxley 1964 mit seinem gleichlautenden Essay begründet hat.

Weitere Informationen:

Tun Sie was. Treten Sie aus.

Mindestens 1670 Missbrauchstäter. Mindestens 3677 (minderjährige) Opfer sexuellen Missbrauchs.

Am 25. September 2018 wurde auf der Deutschen Bischofskonferenz die Studie "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" vorgestellt. Aus dieser geht hervor, dass im Zeitraum von 1946 bis 2014 mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Kleriker wurden. Als Täter dieser Verbrechen wurde eine Zahl von mindestens 1.670 Personen ermittelt. Dies sei eine "untere Schätzgröße", die tatsächliche Zahl sei "vermutlich in einem nicht unbeträchtlichen Maße" höher.

Den Autoren der Studie wurde kein direkter Zugriff auf die Kirchenarchive gewährt, sondern sie waren auf anonymisierte Daten angewiesen, die ihnen von den beteiligten Diözesen zur Verfügung gestellt wurden. Teilweise wurden Akten durch Kirchenmitarbeiter vernichtet oder nachweislich manipuliert.

 

Die katholische Kirche unternimmt bis heute keine ernsthaften Anstrengungen zur schonungslosen Aufarbeitung der Verbrechen sowie der jahrzehntelangen systematischen Vertuschung. Statt dessen bestehen eben jene Strukturen fort, die sich seit jeher vor allem für den Täter- und nicht den Opferschutz einsetzen und die durch das Vereiteln einer Bestrafung der Missbrauchstäter in ihren eigenen Reihen aktiv mit dazu beigetragen haben, dass diese (z.B. nach einer Strafversetzung) immer wieder neue Opfer fanden.

Wer angesichts von Verbrechen solchen Ausmaßes weiterhin Mitglied bleibt, verleiht der katholischen Kirche allein hierdurch nicht nur gesellschaftspolitische Legitimation, sondern finanziert durch die Kirchensteuer darüber hinaus auch die genannten kriminellen Strukturen samt Vertuschung und Strafvereitelung.

Kein Grund für schlechtes Gewissen - im Gegenteil

Die beiden christlichen Großkirchen in Deutschland sind keine Wohlfahrtsverbände, sondern staatlich subventionierte, milliardenschwere Wirtschaftskonzerne, die nur einen verschwindend geringen Teil ihres Vermögens für karitative Zwecke ausgeben.

Die Kirchensteuer wird hauptsächlich für die kirchliche Verwaltung verwendet, die nicht nur die in der Studie erwähnten Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche und deren Vertuschung begünstigte. Besonders die katholische Kirche verfolgt darüber hinaus eine Agenda der Diskriminierung gegenüber Frauen, Homosexuellen und Andersgläubigen.

Ein schlechtes Gewissen beim Nachdenken über einen Kirchenaustritt ist also nicht nötig.
Falls auch Sie etwas gegen systematischen Missbrauch und systematische Diskriminierung unternehmen möchten, dann:

Tun Sie was. Treten Sie aus.

 

Zur Situation in Baden-Württemberg

Das Bundesland Baden-Württemberg entstand im Jahr 1952 aus Baden und Württemberg. Die Kirchen haben diesen staatliche Zusammenschluss nicht nachvollzogen und es gibt in Baden-Württemberg zwei  (von 27) katholische Diözesen (Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart) und zwei (von 20) evangelische Gliedkirchen. Evang. Landeskirche in Baden mit Sitz in Karlsruhe und die Evang. Landeskirche in Württemberg mit Sitz in Stuttgart.

Nachfolgend die Missbrauchszahlen aus der Studie für die beiden katholischen Diözesen. Für die Evangelische Kirche gibt es keine vergleichbare Zusammenstellung, was nicht heißt, dass es in evangelischen Kirchen keine Missbrauchsfälle gab. Das Beispiel Korntal zeigt, dass sich auch die evangelische Kirche mit der Aufarbeitung schwer tut.

Zahlen zum Missbrauch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Württemberg)

Der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind 72 seiner Kleriker bekannt, die des Missbrauchs an Minderjährigen beschuldigt werden; 45 davon sind bereits gestorben. Die Zahl der Opfer in Württemberg taxierte eine Sprecherin auf 100 bis 200 Personen, die nicht nur durch Kleriker der Diözese geschädigt wurden, sondern auch durch Ordensleute und Laien, etwa im Dienst der Caritas.

Zahlen zum Missbrauch im Erzbistum Freiburg (Baden)

Über 442 Opfer von sexueller Gewalt hat es im Erzbistum Freiburg gegeben und über 190 Beschuldigte, davon 164 Priester, zwölf Ordensangehörige und vier Diakone. Das haben die Auswertungen von 4.114 Akten aus dem Zeitraum von 1946 bis Dezember 2015 ergeben. Die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Im Moment sind drei aktuelle Missbrauchsfälle im Erzbistum anhängig. Das Thema Zölibat will Erzbischof Burger weiterhin in der Bischofskonferenz ansprechen.

Weitere Informationen:

Der heilige Paulus, Teil 1 (Monatliche Sendung im FRS)

26 Dezember, 2018 - 20:00 - 21:00

Paulus war eine einflussreiche und äußerst kontroverse Person, die viele der üblen Eigenschaften des Christentums vorwegnahm. Diese Folge befasst sich mit seinem Leben, den zahlreichen Konflikten, die er mit anderen ausfocht, und dem, was von ihm bleibt.

Weitere Informationen:

Erziehung ohne Gott (Monatliche Sendung im FRS)

28 November, 2018 - 20:00 - 21:00

Warum religiöse Beeinflussung in Kindergärten, Schulen und Familien nichts zu suchen haben sollte. Ein konfessionsübergreifendes Schulfach Ethik z.B. würde ohne verdeckte Indoktrination auskommen und gesellschaftlich integrierend wirken. Religionskunde ja - Religionsunterricht nein!

Weitere Informationen:

„Frauenrechte und Islam – Warum ich für die Freiheit und gegen den politischen Islam kämpfe" Vortrag von Mina Ahadi

7 November, 2018 - 19:00 - 21:00

Mina Ahadi erzählt die Lebensgeschichte einer engagierten Frau – ihre Lebensgeschichte. Sie ist eine unermüdliche Vorkämpferin für Menschenrechte und gegen einen politischen Islam.

Gleichberechtigung, Religions- und Meinungsfreiheit zählen zu den fundamentalen Menschenrechten, die in Ländern mit islamischem Rechtssystem nicht in ausreichendem Maße gewährt werden. Innerhalb der muslimischen Glaubensgemeinschaft gilt der „Abfall vom Glauben“ als Todsünde und wird entsprechend bestraft.

Während das europäische Christentum, gegen dessen tradierte Werte auch die Frauenbewegung ankämpfen musste, durch die harte Schule der Aufklärung gegangen ist und sich infolgedessen zivilere Umgangsformen angewöhnen musste, blieb der Islam trotz großartiger Ansätze etwa im 9. und 10. Jahrhundert von einer solchen „aufklärerischen Belästigung“ weitgehend verschont. Mina Ahadi kämpft gegen Steinigung und Todesstrafe, gegen Kopftuch- und Ehezwang. Sie hat vielen Frauen einen Weg aus patriarchalischen Zwängen zu einem selbstbestimmten Leben gezeigt.

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(c) Mina Ahadi

Mina Ahadi wurde 1980 als iranische Medizinstudentin zwangsexmatrikuliert, weil sie sich weigerte, ein Kopftuch zu tragen, und sich an einer Protestaktion gegen den Kopftuchzwang beteiligte; ihr Mann wurde daraufhin in ihrer Wohnung verhaftet und hingerichtet. Nach zehn Jahren als Partisanin in der iranischen Kurdenregion flüchtete sie nach Wien, 1995 nach weiterer Verfolgung dann nach Köln.

Epikur: Die Philosophie der Lust - Aufklärung in der griechischen Antike. Von Heiner Jestrabek (Monatliche Sendung im FRS)

24 Oktober, 2018 - 20:00 - 21:00

Radio-Manuskript gesprochen von Heiner Jestrabek

Auszüge aus dem Buch:
Prometheus und die Philosophen. Handbuch Philosophie und Aufklärung griechische Antike. Epíkouros‘ Schriften
Heiner Jestrabek (Hrsg.)

Das reichlich illustrierte Handbuch gibt einen Überblick der wichtigsten Philosophen und Aufklärer der griechisch-römischen Antike. Es geht der Frage nach, worin die wirklichen Fundamente der europäischen Kultur liegen, in einer neuerdings immer wieder beschworenen „christlich-abendländische Identität“ oder gar „Leitkultur“? Kritiker dieser Sichtweise, wie August Bebel, Karlheinz Deschner und Rolf Bergmeier, und, kamen zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Demnach zerstörte das siegreiche Christentum planmäßig und mit großem Vernichtungswillen das antike „heidnische“ Erbe und führte so mit christlich-klerikaler Dominanz jahrhundertelang fast ganz Europa gesellschaftlich, wissenschaftlich und künstlerisch in ein „finsteres“ Mittelalter. Erst die Renaissance, eine Zeit der „Wiedergeburt“ antiker Wissenschaft, Kunst und Philosophie und die Zeit der Aufklärung befreiten uns schrittweise durch eine Rückbesinnung auf antike Werte.
Dieses Handbuch fasst die wichtigsten Vertreter der antiken griechischen und hellenistisch-römischen Kultur zusammen, die letztendlich zur Prägung unserer modernen Zivilisation und Demokratie beigetragen haben. Es werden die Leben und Werke der wichtigsten Philosophen dargestellt. Besondere Berücksichtigung finden hierbei Epíkouros bzw. Epikur, wie er häufiger genannt wird, und die in seiner Tradition stehenden Epikureer.

Weitere Informationen:

Highlights aus dem religiösen und esoterischen Kuriositätenkabinett (Monatliche Sendung im FRS)

26 September, 2018 - 20:00 - 21:00

Wir kommentieren und persiflieren kuriose bis bösartige Aussagen aus klerikalen und esoterischen Kreisen. Vor allem solche über ihre ziemlich besten Feinde, die Atheisten. Und wir garnieren das Ganze mit einigen religionskritischen Zitaten von Epikur über Bertrand Russel bis Richard Dawkins.

Weitere Informationen:

Infostand während der CSD-Hocketse (2. Tag)

29 Juli, 2018 - 12:00 - 18:00

Die gbs-Stuttgart wird in diesem Jahr während der CSD-Hocketse in Stuttgart wieder mit einem Infostand vertreten sein. Wir unterstützen das diesjährige Motto des CSD „Expedition WIR“ und betreiben Aufklärung.

Infostand während der CSD-Hocketse (1. Tag)

28 Juli, 2018 - 15:30 - 20:00

Die gbs-Stuttgart wird in diesem Jahr während der CSD-Hocketse in Stuttgart wieder mit einem Infostand vertreten sein. Wir unterstützen das diesjährige Motto des CSD „Expedition WIR“ und betreiben Aufklärung.

Die Giordano-Bruno-Stiftung tritt ein für eine offene Gesellschaft und die Akzeptanz von Vielfalt. Dabei müssen die von unseren Vorfahren hart errungenen Freiheiten, die Demokratie und die Menschenrechte verteidigt und weiter entwickelt werden.
Nur wenn die Errungenschaften verteidigt werden, bleiben sie erhalten – sonst kommt es zu Einschränkungen und zum Abbau dieser Rechte.

Wir leben in einer Zeit, die vielfältige sexuelle Orientierungen toleriert und sichtbar werden lässt, gleichzeitig erleben wir eine zunehmende religiöse/weltanschauliche Vielfalt. Um die Gefahr von Konflikten zu reduzieren, die die Vielfalt mit sich bringt, ist es erforderlich Diskriminierungen zu beseitigen und deren Kehrseite, Privilegien, abzubauen.

Die pluralistische Gesellschaft erfordert eine engagierte Zivilgesellschaft, die sich für eine offene und faire Gesellschaft einsetzt in der wir alle leben wollen.
Die Volksvertreter sind gefordert, dass die Politik ihren Betrag leistet zum Abbau von Diskriminierung und Privilegien. Erforderlich ist ein Staat der sich für Akzeptanz und gleiche Rechte für alle Menschen einsetzt, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Dazu gehört auch eine Werteerziehung in der Schule, bei der alle Schüler gemeinsam Religionskunde- oder Ethikunterricht erhalten. Ein weltanschaulich neutraler Staat sollte den Bekenntnisunterricht an staatlichen Schulen nicht länger zulassen und finanzieren.

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