Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

Projekt Autobahnkirche „Sindelfinger Wald“ – (k)eine Landesangelegenheit!

Autobahnkirchen in Deutschland – Erklärung eines paradoxen Phänomens


Raststätte Sindelfinger Wald, Fotomontage

Durch eine Meldung der Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung wurde bekannt, dass eine Autobahnkirche bei der Raststätte „Sindelfinger Wald“ geplant wird. Dieses Projekt ist auf eine Initiative des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl zurückzuführen.

Im Gegensatz zu der Entwicklung bei den christlichen Kirchen, die jedes Jahr Mitglieder verlieren, Pfarrstellen abbauen und Kirchen schließen/entweihen/umnutzen oder abreißen, ist der Ausbau der Autobahnkirchen ein paradoxes Phänomen. In Deutschland werden ständig weitere Autobahnkirchen gebaut oder ausgewiesen. Die erste Autobahnkirche wurde 1958 gebaut – aktuell gibt es 44 Autobahnkirchen. Die Motivation, Autobahnkirchen zu bauen und zu betreiben hat etwas Missionarisches. Nirgendwo gibt es so viele wie in Deutschland.

Für die gbs-Stuttgart war dies ein Anlass, das Phänomen der Autobahnkirchen in Deutschland einmal genauer zu studieren, auch die Finanzierung und die Rolle des Staates und in diesem Fall des Landes Baden-Württemberg zu recherchieren.

Wahlprüfsteine der gbs Stuttgart zur Landtagswahl BW – Auswertung der Rückmeldungen

Nutzen Sie die Ergebnisse der Wahlprüfsteine, Ihre Stimme für eine Politik einzusetzen, die die Interessen der konfessionsfreien Bürger von Baden-Württemberg nicht ignoriert.

Am Sonntag, den 13. März 2016 wird ein neuer Landtag in Baden-Württemberg gewählt. Wir wollten von den Kandidaten im Großraum Stuttgart wissen, was sie auf unsere Fragen antworten.

Die Wahlprüfsteine der gbs Stuttgart konzentrieren sich auf Fragen der konfessionsfreien Bevölkerung, die nicht im Zentrum der täglichen Äußerungen stehen, da viele Bürger und die Medien die Fakten hierzu nicht kennen. Politiker berücksichtigen diese Themen auch nicht in ihren Wahlprogrammen. Deshalb wurden diese Themen von uns in 19 Fragen dokumentiert und an über 130 Kandidaten in der Region Stuttgart gesendet.

33 Rückmeldungen erfolgten, teilweise zentral im Namen der Partei, mehrheitlich als persönliche Rückmeldungen von Einzelkandidaten.

Die Auswertung der Rückmeldungen wird hiermit veröffentlicht.
 

19 Fragen der gbs Stuttgart

Die Wahlentscheidungshilfe Wahl-O-Mat enthält lediglich eine Frage die etwas mit Konfession bzw. Religion zu tun hat: eine Frage zum Islamischen Religionsunterricht. Wir wollten von den Parteien und Kandidaten mehr wissen und haben folgende Fragen gestellt:

  1.  Konkordate und Kirchenverträge kündigen
  2.  Ablösung der Staatsleistungen
  3.  Die kirchliche Dominanz bei der Vertretung der Bevölkerung in Gremien beenden
  4.  Rechte der Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen
  5.  Integrativer Ethik- oder Religionskundeunterricht ab der ersten Schulklasse
  6.  Evolution im Bildungsplan, ab der Grundschule
  7.  Angebot an öffentlichen sozialen Einrichtungen
  8.  Entfernung des Gottesbezugs aus der Landesverfassung Baden-Württembergs
  9.  Säkularisierung der Bildung (Schulgesetz)
  10.  Säkularisierung von Kindergärten und Kitas (Orientierungsplan)
  11.  (Einfluss durch) Persönliche religiöse Prägung der Wahlkandidaten
  12.  Staatliche Finanzierung und Subventionen
  13.  Göttliche Gebote wichtiger als demokratische Gesetze?
  14.  Kirchen als Lobbyorganisationen
  15.  Feiertagskultur, Tanz- und Veranstaltungsverbote, Feiertagszensur für Filme
  16.  Friedhofszwang lockern
  17.  Staatlich finanzierte Seelsorge und Missionierung
  18.  (Einstellung der) Zusammenarbeit mit konservativen Islamverbänden
  19.  Abschaffung des Strafgesetzbuchparagrafen 166 (Blasphemie-Paragraph)
     

Auswertung der Rückmeldungen

Offensichtlich zögern viele Kandidaten, eine Rückmeldung zu senden, die überwiegend Ablehnungen zu den gestellten Fragen enthält. Von den aktuell im Landtag vertretenen Parteien kamen nach einer Erinnerung doch noch Rückmeldungen, die eine Auswertung zuließen. Von der FDP kamen sechs Rückmeldungen, von der CDU kamen sechs Rückmeldungen, von den Grünen kamen fünf Rückmeldungen. DIE LINKE lieferte sechs Rückmeldungen. Von der SPD kamen lediglich zwei Rückmeldungen – die man deshalb mit Vorbehalt interpretieren muss.

Die Antworten von Bündnis 90/DIE GRÜNEN von der SPD legen nahe, dass im Großraum Stuttgart keine Kandidaten vorhanden sind, die den Säkularen Grünen oder dem Arbeitskreis LaizistInnen in der SPD nahe stehen. Säkulare Kandidaten wären aufgrund der Antworten zu erkennen gewesen und hätten auch ohne Zögern die Fragen überwiegend positiv beantwortet.

Von ALFA ("Allianz für Fortschritt und Aufbruch" – ALFA – die neue Partei von AfD-Gründer Bernd Lucke), von der Piratenpartei und von FREIE WÄHLER kamen zentrale Rückmeldung, die als Parteiposition zu werten sind.
Die Piratenpartei, die keine e-mail-Kontaktdaten der Kandidaten veröffentlicht hat, hat eine zentrale Parteiantwort zur Verfügung gestellt.

Die Parteien NPD, Republikaner, Die Rechte, die Ökologisch-Demokratische Partei, „Die Partei“ und das „Bündnis C – Christen für Deutschland“ haben auf Parteiebene auf das Anschreiben nicht reagiert und keine Rückmeldungen zur Verfügung gestellt.
Von einzelnen Kandidaten dieser Parteien waren keine e-mail-Kontaktadressen ausfindig zu machen.

Bei der AfD waren auch keine e-mail-Kontaktaktessen der Kandidaten ausfindig zu machen. Die AfD hat die Anfrage aber intern an alle Kandidaten weitergeleitet. Von den AfD-Kandidaten kamen überraschende Rückmeldungen. Es haben drei Kandidaten reagiert, die eine innerparteiliche Gruppe bilden, die "Agnostiker in der AfD". Damit hat im Großraum Stuttgart die AfD mehr Agnosiker / konfessionsfreie Kandidaten als die CDU, SPD und FDP, die im Großraum Stuttgart vermutlich gar keine konfessionsfreien Kandidaten haben. Diese drei Kandidaten der AfD haben bei 17 von 19 Fragen mit „Ja, Zustimmung“ geantwortet. Sie haben aber auch bestätigt, dass es „offen gesagt, leider auch religiöse, parteiinterne Gegengruppen“ gibt.
Von den „religiösen“ Kandidaten, die vermutlich die Mehrheit dieser populistischen Partei ausmachen, kam  jedoch keine Rückmeldung. Wir erlauben uns deshalb, die drei definitiv einseitigen Rückmeldungen nicht als Auswertung der Partei zu werten.
 

 

Zusammenfassung des Ergebnisses nach Parteien

Die Tierschutzpartei und die DKP haben alle 19 Fragen mit „Ja, Zustimmung“ beantwortet.
Eine hohe Zustimmung zeigen auch die Piratenpartei („Ja, Zustimmung“ im Durchschnitt bei 18,25 Fragen), Die Linke (16,1), und die Allianz für Fortschritt und Aufbruch – ALFA (16,0).

Bei den etablierten Parteien, ist die Zustimmungsrate deutlich geringer. Die Antwort „Ja, Zustimmung“ gibt die FDP bei durchschnittlich 8,25 Fragen, die Grünen folgen mit Zustimmung bei durchschnittlich 5,8 Fragen, die SPD noch mit durchschnittlich 4,75 Fragen. Das Schlusslicht mit durchschnittlich 4,18 Zustimmungen („Ja, Zustimmung“) bildet die CDU. Immerhin gibt es auch bei der CDU einige Ja-Stimmen.

Die AfD wurde nicht ausgewertet. Die Partei hat nicht als Partei geantwortet, aber die Anfrage an alle Kandidaten weitergeleitet. Von den Kandidaten der Partei haben drei Kandidaten der innerparteilichen Gruppe „Agnostiker in der AfD“ bei durchschnittlich 16,83 Fragen mit „Ja, Zustimmung“ sehr erfreulich geantwortet. Es wäre aber eine sehr einseitige Darstellung, da von der wahrscheinlichen Mehrheit der überwiegend religiösen Kandidaten keine einzige Rückmeldung kam.

 

Zusammenfassung des Ergebnisses nach Fragen

Die meiste Zustimmung hat Frage 11 (Einfluss durch persönliche religiöse Prägung der Wahlkandidaten) bekommen, gefolgt von den Fragen 13 (Göttliche Gebote wichtiger als demokratische Gesetze?), 18 (Einstellung der Zusammenarbeit mit konservativen Islamverbänden?), 6 (Evolution im Bildungsplan, ab der Grundschule), Frage 19 (Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes).
 

Weiterführende Informationen

  • Ausführliche Auswertung der Rückmeldungen mit exemplarischen Antworten und Kommentaren von Parteien/Kandidaten und Antworten der gbs Stuttgart an einige Kandidaten:
    gbs_stuttgart_auswertung_wahlpruefsteine_2016.pdf
  • Wahlprüfsteine der gbs Stuttgart:
    gbs_stuttgart_wahlpruefsteine_2016.pdf
  • 8 Fragen an Parteien - Die Humanisten Baden-Württemberg
    http://www.dhubw.de/220-0-Landtagswahl-2016.html
  • Besetzung der Wahlkreise:
    ALFA tritt in allen 70 Wahlkreisen von Baden-Württemberg an.
    DIE LINKE tritt in allen 70 Wahlkreisen an.
    Die PIRATEN – Piratenpartei BW tritt in 31 Wahlkreisen an.
    Tierschutzpartei – PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ tritt in 20 Wahlkreisen an.
    FREIE WÄHLER tritt in 5 Wahlkreisen an.
    Die DKP tritt in einem Wahlkreis an.

Eine kurze Geschichte des Atheismus

Unser Regionalgruppenmitglied Heinz Boemer hat ergänzend zu seinen Radiosendungen über die Geschichte des Atheismus ein E-Book herausgegeben.

Eine kurze Geschichte des Atheismus
Von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart

Es gibt zahllose Veröffentlichungen mit geschichtlichenThemen, für Fachleute ebenso wie für Laien. Dabei stehen allermeist die Mächtigen und die "Helden" im Vordergrund, in Europa dazu noch die christliche Religion und insbesondere die katholische Kirche mit einer eigenen sehr blutigen Geschichte. Sehr versteckt nur spielen religionskritische und atheistische Strömungen in den üblichen Geschichtswerken eine Rolle. Es gibt auch nur wenige und dann sehr umfangreiche Werke zum Thema Geschichte und Atheismus. Hier nun soll diese "Kurze Geschichte des Atheismus" einen raschen Überblick gewähren über ein ganz spannendes Thema, das auch heute noch gar zu gern unterdrückt wird. Und man lernt dabei eines: Im Namen des Atheismus wurden noch nie Kriege geführt! Aber allzu oft gegen ihn!

ISBN: 978-3-7380-5782-9
Frühjahr 2016

https://www.neobooks.com/ebooks/heinz-boemer-eine-kurze-geschichte-des-atheismus-ebook-neobooks-AVKEFR8ftJVf5VxhpPi5

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl

Die GBS Stuttgart hat Wahlprüfsteine zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2016 an mehr als 100 Parteiadressen und Kandidaten in der Region Stuttgart versendet. Erste Rückmeldungen sind bereits eingetroffen.

Unser besonderes Engagement gilt dabei Themen, die nicht im Zentrum der täglichen Äußerungen stehen, da viele Bürger und die Medien die Fakten hierzu nicht kennen. Politiker berücksichtigen diese Themen auch nicht in ihren Wahlprogrammen. Deshalb werden 19 Themen von uns in dem beigefügten Dokument als “Wahlprüfsteine” angesprochen und die Position der Kandidaten dazu abgefragt.

Wir bitten die Kandidaten, zu den einzelnen Themen Stellung zu nehmen, um uns und unseren Mitgliedern die Wahl des geeigneten Kandidaten zu erleichtern.

Wir planen, die Rückmeldungen auszuwerten und sowohl einzelne Parteien zusammenzufassend auszuwerten als auch einzelne Kandidaten und ihre Positionen herauszustellen. Die Ergebnisse werden wir veröffentlichen.

gbs_stuttgart_wahlpruefsteine_2016.pdf

Hier finden Sie die Auswertung der Rückmeldungen

Kundgebung: Gegen rechte Hetze - Für ein solidarisches Miteinander

28 Februar, 2016 - 12:30

Das Aktionsbündnis gegen die "Demo für Alle" setzt ein Zeichen gegen rechte Hetze.

Weitere Informationen zur Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz:
https://www.facebook.com/events/422281384635416

Petition: Entfernung des Religionszwangs aus der Verfassung des Landes Baden-Württemberg

Unterschreiben Sie folgende Petition, um den Landtag von Baden-Württemberg dazu aufzurufen, die Entfernung des Religionszwanges („Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott [und] im Geiste der christlichen Nächstenliebe […] zu erziehen“) aus Artikel 12, Absatz 1 zu beschließen, um die Religionsfreiheit und religiöse Neutralität auch in Baden-Württemberg zu garantieren.

https://www.change.org/p/den-landtag-von-baden-w%C3%BCrttemberg-entfernung-des-religionszwangs-aus-der-verfassung-des-landes-baden-w%C3%BCrttemberg

Der Dogmenwahn - Scheinprobleme der Theologie (Monatliche Sendung im FRS)

24 Februar, 2016 - 17:00 - 18:00

Buchvorstellung

H.-W. Kubitza geht dem Studium der Theologie rückhaltlos auf den Grund. Ist Theologie nicht ein Relikt aus längst vergangener Zeit? Schadet es dem Ansehen einer Universität, wenn sie ein angemaßtes Fachgebiet duldet, dessen Vertreter nicht einmal in der Lage sind, ihren Gegenstand nachzuweisen?

Weitere Informationen:

Szenische Lesung mit Carsten Frerk: Kirchenrepublik Deutschland – Christlicher Lobbyismus

4 März, 2016 - 19:00

In seinem Buch Kirchenrepublik Deutschland - Christlicher Lobbyismus beschreibt Carsten Frerk erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik, wie die Kirchen systematisch Einfluss auf die Politik nehmen. Er stellt dar, welche Gremien dazu eingerichtet wurden (etwa die katholischen und evangelischen Büros), über welche Kanäle die Kirchen ihr Information erhalten, welche Strukturen begünstigen, dass politische Entscheidungen im Sinne der Kirchen ausfallen.
Es wird deutlich, dass die Kirchen – wo es um ihre ureigenen Belange als Organisation geht – die erfolgreichsten Lobbyisten der Republik sind.
Das Buch schafft Problembewusstsein für Ämterverquickung und „Seitenwechsler“, fordert Befangenheitsregeln für Parlamentsabgeordnete und thematisiert den „gekaperten Staat.“

GBS Stuttgart bei Facebook

14. November 2015

Wir sind seit heute bei Facebook vertreten.

https://www.facebook.com/gbsStuttgart/

Stellungnahme der GBS Stuttgart zum Bildungsplan 2016

JA zu Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt – NEIN zum „christlichen Menschenbild“
als Grundlage des Unterrichts an staatlichen Schulen!

Unsere Stellungnahme zur Bildungsplanreform 2016 betrifft drei Themenkomplexe:

  1. die Leitperspektive Bildung für Toleranz und Vielfalt (BTV), insbesondere das hier angesprochene christliche Menschenbild
  2. Ethik- oder Religionskundeunterricht ab der ersten Schulklasse und
  3. das bislang vernachlässigte Thema Evolution.

 

1. Stellungnahme zur Leitperspektive Bildung für Toleranz und Vielfalt

Wir begrüßen ausdrücklich die Leitperspektive Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV). Sie stellt einen wichtigen Eckpfeiler des Bildungsplans dar, um den Herausforderungen der zunehmenden Pluralisierung unserer Gesellschaft in der Schule gerecht zu werden. Bedauerlicherweise wird jedoch im Entwurf der Leitperspektive das christliche Menschenbild als eine Grundlage für die Vermittlung der Werte Toleranz und Akzeptanz genannt:

… Kernanliegen der Leitperspektive ist es, Respekt sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung von Verschiedenheit zu fördern. Grundlagen sind die Menschenwürde, das christliche Menschenbild sowie die staatliche Verfassung mit dem besonderen
Schutz von Ehe und Familie. …

Diese Formulierung ist weder mit dem Grundgesetz vereinbar noch einer Bevölkerung zumutbar, für die eine zunehmende weltanschauliche Vielfalt Realität ist. Auch angesichts des stetig sinkenden Anteils der Christen in der Bevölkerung ist es nicht angebracht, ein christliches Menschenbild in staatlichen Bildungsplänen festzuschreiben. Deutschland hat seit 1919 keine Staatskirche mehr und ist zu weltanschaulich-religiöser Neutralität verpflichtet. Ein christliches Menschenbild für alle Schüler festzuschreiben ist missionarisch und unzulässig. Die Schule hat die Aufgabe, alle Schüler zu integrieren und nicht einzelne zu separieren oder auszuschließen.

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