Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

Dr. Uwe-Christian Arnold - Selbstbestimmung am Lebensende

18 März, 2015 - 19:00

Lesung und Diskussion

Darf der Mensch selbstbestimmt über sein Sterben entscheiden? Darf der Arzt ihn dabei begleiten oder sollte er sogar helfen dürfen? In allen Kulturen und zu allen Zeiten wurden und werden Antworten gesucht. Die Menschen sind sich hier recht einig. Ist es die Politik aber auch? Eine aktuelle Debatte mit dem bekennenden Sterbehelfer.

In Deutschland ist bis jetzt «Beihilfe zur Selbsttötung», bei der volljährige, urteilsfähige Patienten das tödliche Medikament selbst einnehmen, erlaubt und steht im Unterschied zur «aktiven Sterbehilfe» nicht unter Strafe. Teile der Union wollen dies jedoch mit einer Gesetzesinitiative ändern, eine kontroverse gesell-schaftliche Debatte hat eingesetzt. Anhand von Fallgeschichten macht Uwe-Christian Arnold seinen Standpunkt verständlich. Er zeigt auf, dass das «Recht auf Leben» keine «Pflicht zum Leben» ein-schließt. In Auseinandersetzung mit den Einwänden, die von religiö-ser, politischer, medizinischer und ethischer Seite erhoben werden, skizziert Arnold die Leitlinien für ein «Recht auf letzte Hilfe», das Schwerstleidenden die Möglichkeit gibt, würdevoll und selbstbe-stimmt zu sterben.


Foto: Evelin Frerk

Uwe-Christian Arnold wurde 1944 in Berlin geboren. Nach dem Medizinstudium machte er seinen Facharzt für Urologie und war von 1980 bis 2000 in eigener Praxis tätig. Zudem bildete er sich als Sportarzt und Betriebsmediziner weiter. Mit dem Thema "humane Sterbehilfe" setzt er sich seit Mitte der 90er Jahre auseinander. 2012 gewann er einen viel beachteten, langjährigen Rechtsstreit mit der Berliner Ärztekammer, die ihm verbieten wollte, einer Patientin todbringende Substanzen für deren beabsichtigten Suizid zu überlassen. Zum Thema veröffentlichte er (gemeinsam mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon) das Buch "Letzte Hilfe: Ein Plädoyer für das selbstbestimmte Sterben" (2014).

Ort:
Humanistisches Zentrum Stuttgart
Mörikestraße 14
70178 Stuttgart

Veranstalter:
Die Humanisten Baden-Württemberg
GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar

Eintritt:
frei, um eine Spende wird gebeten

Platzreservierung:
reservierung@gbs-stuttgart.de

Moses macht mobil

04.11.2014

Moses reiste in diesen Tagen persönlich nach Münster, um auf das 11. Gebot hinzuweisen.
"Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!"

Mehr im Artikel des hpd: Die Angst des Bistums Münster vor Moses

Sendung des Bürgerfunk Münster: https://www.youtube.com/watch?v=9mY0eJj_dpg

Aktuelle Entwicklungen auf facebook: https://www.facebook.com/11tes.gebot

Bei vielen Kirchentagen gelang es den Organisatoren massive staatliche Unterstützung ihrer Werbeveranstaltungen einzustreichen. Für den evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart wurde bereits 2011 beschlossen, die Geldtöpfe der öffentlichen Hand weit zu öffnen. Insgesamt 8,6 Mio. Euro haben Stadt, Land und Bund zugesagt. Die Regionalgruppen der Giordano-Bruno-Stiftung werden zukünftig darauf achten, dass im Vorfeld solcher Beschlüsse eine breite öffentliche Diskussion stattfindet.

Christlich-abendländische Kultur? Eine Legende. Ein Beitrag zur Debatte über die Wurzeln Europas

12 Oktober, 2014 - 16:00

Vortrag von Rolf Bergmeier in Stuttgart

"Demokratie", "Theater", auch "Orchester" sind griechisch. Im Jura-Studium werden römische Gesetzestexte gelehrt und das Medizinstudium kommt ohne Lateinkenntnisse nicht aus. Wir rechnen mit arabischen Ziffern und die Mathematik stammt aus Griechenland und Indien. Café und Koffer sind arabisch, ebenso Kümmel und Gitarre. Fragt man Politiker, was sie unter der "Kultur des Abendlandes" verstehen, so hört man im Regelfall etwas von "christlicher Kultur / christlichen Werten" oder von "christlichjüdischer Vergangenheit".

So einfach machen es sich Philosophen und freie Denker nicht. Sie haben von jeher dem Anspruch misstraut, Europas Kultur sei durch das Kreuz begründet worden. Zwar zweifeln sie die christliche Prägung Europas nicht an, meinen aber, es werde übersehen, wie Glaubenszwang und Indices verbotener Bücher der Geisteskultur zugesetzt haben. Es wird eine gereinigte, auf das "Gute" reduzierte und idealisierte Kultur beschrieben, die mit dem historisch fassbaren Geschehen kaum noch Berührungspunkte hat.

Es geht um die Frage, ob unsere Werte "christlich" sind und ob der Islam zu Europa gehört. Um die Frage nach den Wurzeln Europas und damit um antike und arabische Einflüsse. Um Freiheit und Gleichberechtigung, die in der Aufklärung politisches Gewicht bekamen und "Um die brandaktuelle Frage, ob das Christentum für Europa konstituierend gewesen ist".

Die vierte Million ist immer die schwierigste

LEIPZIG. (hpd) Im Jahr 2016 soll der Katholikentag in Leipzig stattfinden. So hat es das Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschlossen. Und für dieses konfessionelle Sommerfest sammeln christliche Funktionäre und Politiker seither Geldmittel ein. Aber nicht etwa bei den Bistümern der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, die als die reichste Kirche der Welt gilt... Weiterlesen im Originalartikel


(Bild: hpd)

Für den evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart wurde bereits 2011 beschlossen, die Geldtöpfe der öffentlichen Hand weit zu öffnen. Insgesamt 8,6 Mio. Euro haben Stadt, Land und Bund zugesagt. Die Regionalgruppen der Giordano-Bruno-Stiftung werden zukünftig darauf achten, dass im Vorfeld solcher Beschlüsse eine breite öffentliche Diskussion stattfindet.

 

Stuttgart nicht mehr evangelisch dominiert

Stuttgart gehörte zu den protestantisch geprägten Großstädten Deutschlands. Im Laufe der Zeit, besonders intensiv im 20. Jahrhundert, veränderte sich die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung durch Zuzug und Säkularisierung.

Besonders die Anonymität der Großstadt ermöglicht vielen Menschen, unabhängig, nach eigenen Vorstellungen zu leben und sich auch von althergebrachten religiösen Bindungen zu lösen. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder hat sich jeweils auf ca. ein Viertel der Bevölkerung reduziert.

Zum vollständigen Artikel des Humanistischen Pressedienstes (hpd)

 

Stellungnahme zur aktuellen Debatte um den Bildungsplan 2015 des Landes Baden-Württemberg

Die Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar der gbs unterstützt das Vorhaben der baden-württembergischen Landesregierung, das gesellschaftliche Miteinander durch mehr Akzeptanz sexueller Vielfalt zu fördern. Wer Realitäten wie lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere (LSBTTIQ) Menschen und Lebensformen aus dogmatischen Gründen nicht als gleichwertig anerkennt ist intolerant. Die Verankerung der Gleichwertigkeit aller Menschen im Bildungsplan, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität oder ihren Lebensentwürfen ist ein Schritt hin zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Es ist an der Zeit, die menschlichen Realitäten zu akzeptieren. Die sexuelle Vielfalt ist Teil der Natur – beim Mensch ebenso wie in der Tierwelt. Wir setzen auf Aufklärung und Humanismus, ebenso auf wissenschaftliche Erkenntnisse, statt althergebrachte Vorurteile und Dogmen zu akzeptieren. Der Homophobie und Menschenfeindlichkeit sollten wir gemeinsam entgegentreten, unabhängig von der persönlichen Weltanschauung und politischen Ausrichtung.

Wir haben uns bei der („Gegen-Gegen-“)-Kundgebung am 1. Februar 2014 auf dem Schillerplatz in Stuttgart beteiligt und werden uns auch an der Kundgebung am 1. März 2014 auf dem Marktplatz in Stuttgart beteiligen, zusammen mit zahlreichen weiteren Organisationen. Siehe: http://www.csd-stuttgart.de/2014/index.php/neues/82-pro-bildungsplan.

Petition: Freilassung und Redefreiheit für den jungen saudischen Blogger Raif Badawi

Ein Land ohne Redefreiheit ist auf mutige Leute wie Raif Badawy angewiesen. Dem Blogger droht für seine kritischen Äußerungen zu Religion und Politik in Saudi-Arabien ein harte Strafe.
Unterstützen Sie folgende Petitionen um sein Schicksal bekannter zu machen und auch anderen Aktivisten Rückhalt in der Öffentlichkeit zu geben.

Petition unterzeichnen auf Avaaz.org

Petition auf Change.org

Kretschmann vertritt die Interessen der Kirchen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in den letzten Wochen mehrfach gegenüber den Medien erklärt, dass er die Trennung von Staat und Kirche für einen großen Fehler hält. Es ist sein gutes Recht, dieser Meinung zu sein und diese auch öffentlich zu vertreten. Schwierig wird es, wenn er das in seiner hervorgehobenen Rolle als Politiker tut.

Der vollständige Artikel unseres Regionalgruppenmitglieds kann im Humanistischer Pressedienst (hpd) nachgelesen werden.

Ein Sprecher des "Bundesweiten Arbeitskreises Säkularer Grüner" hat den Artikel ebenfalls im hpd kommentiert.

Interview mit Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der GBS

Im Interview mit der Redaktion Humanismus & Aufklärung der GBS Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar skizziert Michael Schmidt-Salomon Selbstverständnis, Tätigkeitsfelder und Ziele der Giordano-Bruno-Stiftung. Das Gespräch wurde in der Mai- und Juni-Sendung der Regionalgruppe im FRS (Freies Radio für Stuttgart) ausgestrahlt und kann nun nachgehört werden.

Teil 1/2

Kirchentag 2015 in Stuttgart

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart statt.

Wieder einmal entzieht sich der Staat seiner gebotenen weltanschaulichen Neutralität, indem er die Veranstaltung mit 8,6 Mio. Euro bezuschusst.

Bereits in der öffentlichen Sitzung am 24.02.2011 hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart die Förderung des Evangelischen Kirchentags 2015 beschlossen (Gemeinderatsdrucksache 921/2010). Neben einem Zuschuss in Höhe von 2.500.000 EUR werden Sachleistungen und Gebührenbefreiungen in Höhe von maximal 711.000 EUR gewährt. Das Land Baden-Württemberg stellt zusätzlich 5 Mio. und der Bund 400.000 Euro.

In der Vergangenheit zahlten Stadt, Land und Bund für evangelische und katholische Kirchentage:

  • Köln 2007: 5 Millionen
  • Osnabrück 2008: 2,2 Millionen
  • Bremen 2009: 7,5 Millionen
  • München 2010: 10 Millionen
  • Dresden 2011: 8 Millionen
  • Hamburg 2013: 7,5 Millionen
  • Regensburg 2014: 3 Millionen

Nicht eingerechnet sind Bereitstellungskosten für Gemeinschaftsunterkünfte und Einsätze von  Feuerwehr, Polizei und THW.

Quellen:

 

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