Die GBS Stuttgart/Mittlerer Neckar e.V. ist eine Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano Bruno Stiftung.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt,
  • ein Gegengewicht zu religiösen, insbesondere fundamentalistischen Organisationen und Bewegungen zu bilden,
  • eine naturalistische Weltanschauung und die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft zu fördern und
  • für eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus einzutreten.
Wir sind der Meinung, dass
  • man auch gottlos glücklich sein kann,
  • ein erfülltes Leben keinen Glauben braucht und
  • wir auf Moral getrost verzichten können, solange wir eine Ethik ohne Gott haben.

Runder Tisch der Religionen? - oder runder Tisch der Weltanschauungen!

12.07.2017

Die Stuttgarter Zeitung hatte am 26.5.2017 über die Initiative des Landesministers Lucha (Bündnis 90/Die Grünen) „Runder Tisch der Religionen“ berichtet. Mitglieder der gbs-Stuttgart hatten daraufhin das Ministerium angeschrieben, auf den hohen Anteil konfessionsfreier Menschen im Land hingewiesen und vorgeschlagen den runden Tisch umzubenennen in „Runder Tisch der Weltanschauungen“.

Die zuständige Fachabteilung im Ministerium für Soziales und Integration hat auf das Anschreiben der gbs-Stuttgart geantwortet.

Lesung und Diskussion mit Philipp Möller: „Gottlos glücklich: Warum wir ohne Religion besser dran wären”

15.11.2017, 19.30 Uhr, Bürgerhaus KURSAAL Cannstatt

Das neue Buch von Philipp Möller, Autor des SPIEGEL-Bestsellers ›Isch geh Schulhof‹ – ein Plädoyer für ein erfülltes Leben ohne Gott.

Respektlos, unterhaltsam und unkonventionell trifft Philipp Möller mit seinen Fragen und Thesen einen Nerv. In ›Gottlos glücklich‹ nimmt er uns mit auf eine unglaubliche Reise hinter die Kulissen der »Kirchenrepublik« Deutschland.

Die meisten Deutschen glauben, Religion sei Privatsache, und doch werden wir alle von der Wiege bis zur Bahre von einem der beiden Jesus-Konzerne begleitet – ob wir wollen oder nicht. Vom Kirchengeläut bis zum Kopftuch der Kindergärtnerin behelligt das Religiöse auch die Menschen, die nicht an Gott glauben. Alle kostspieligen Großbaustellen der Religionen müssen auch von den Atheisten mitbezahlt werden – wussten Sie zum Beispiel, dass Bischöfe ihr Gehalt aus allgemeinen Steuern erhalten?

Wie schafft man es als weltlicher Mensch, sich kritisch mit dem organisierten Glauben auseinanderzusetzen, aber auf eine Art und Weise, die mit Islamophobie oder Antisemitismus rein gar nichts zu tun hat?

Der Berliner Familienvater Philipp Möller zeigt uns streitlustig, unverkrampft und mit vielen Fakten, wie es geht: sich von den Zumutungen der Religionen nicht einschüchtern und gleichzeitig die Menschen gelten zu lassen, ob sie nun an einen Gott glauben oder nicht. "Religion muss Privatsache sein!", fordert Möller und legt mit ›Gottlos Glücklich‹ ein starkes Credo für eine säkulare Bundesrepublik hin. Seine Geschichten aus der „Kirchenrepublik“ sind leicht zu lesen und schwer zu fassen, seine Beispiele klingen teils absurd, teils verstörend, seine Argumentation dabei immer glasklar.

Es besteht die Möglichkeit das Buch zu kaufen (EUR 14,99) und signieren zu lassen. Buchreservierungen bitte über reservierung@gbs-stuttgart.de vormerken lassen.


© Heike Steinweg

Über den Autor

Philipp Möller wurde 1980 im ehemaligen West-Berlin als Sohn eines katholischen Kirchenmusikers und einer restreligiösen Grundschullehrerin geboren.

Der Diplom-Pädagoge und Bestsellerautor (u.a. ›Isch geh Schulhof‹) ist Mitbegründer und Pressesprecher der säkularen Buskampagne (2009) und setzt sich für die Trennung von Kirche und Staat ein.

Möller ist Mitglied im Beirat der evolutionär-humanistischen Giordano-Bruno-Stiftung und lebt mit seiner Familie als freier Autor in Berlin. Seit Februar 2011 stellt er seine pädagogischen Fähigkeiten auch als Vater unter Beweis.

Der Öffentlichkeit ist er auch durch seine Auftritte im SWR Nachtcafé und in Talkshows von Anne Will, Markus Lanz und Sandra Maischberger bekannt geworden.

Wann?

Mittwoch, 15.11.2017, 19:30 bis ca. 21:00 Uhr
Einlass: ab 18:30 Uhr

Wo?

Bürgerhaus KURSAAL Cannstatt – Großer Kursaal 1
Königsplatz 1
70372 Stuttgart

Anfahrt

Öffentlicher Nahverkehr
Die U2 (Richtung Neugereut) fährt vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Kursaal“ im 10-Minutentakt und braucht dafür 12 Minuten.
Mit der U1 und U13 gelangt man nach Bad Cannstatt in die Nähe des Kursaals.
S1, S2 und S3 nach Bad Cannstatt.

Parkhaus / Tiefgarage
Tiefgarage am Kursaal Bad Cannstatt

Eintritt, Reservierung, Vorverkauf

10 Euro | 8 Euro ermäßigt und Mitglieder

Reservierung über reservierung@gbs-stuttgart.de.

Vorverkauf durch Überweisung auf das Vereinskonto:
Empfänger: gbs Stuttgart
Bank: Volksbank Pforzheim IBAN: DE19666900000003042528
Verwendungszweck: "Lesung Philipp Möller"
Die Tickets werden an der Abendkasse hinterlegt.

Die Bibel - Das Buch der Unwahrheiten (Monatliche Sendung im FRS)

23 August, 2017 - 20:00 - 22:00

Wie fragwürdig die sogenannte „heilige Schrift“ ist deckt die heutige Sendung auf. Wir können die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit Mythen aus einer archaischen Zeit meistern.

In der zweiten Stunde folgt Volkers Zitat-Auslese zu aktuellen Themen in Politik, Religion und Gesellschaft.

Weitere Informationen:

Infostand während der CSD-Hocketse

29 Juli, 2017 - 15:30 - 20:00

Ja zur „Ehe für Alle“. Der Schnellschuss vor den Wahlen war doch überraschend. Wir haben dieses Thema schon lange intensiv gearbeitet, bevor dies Politiker endlich aus den Schubladen geholt und umgesetzt haben. Besonders im Südwesten Deutschland‘s gibt es noch starke Ablehnung, sowohl bei den Großkirchen als auch in Parteien.

Wir werden in diesem Jahr erstmals während der CSD-Hocketse in Stuttgart mit einem Infostand vertreten sein, an dem wir zusammen mit der Galerie der Kirchenkritik das Motto des CSD „Perspektiven-Wechsel“ unterstützen, Aufklärung betreiben und für die offene Gesellschaft eintreten. Die Giordano-Bruno-Stiftung tritt ein für eine offene Gesellschaft und die Akzeptanz von Vielfalt.

Um die Gefahr von Konflikten zu reduzieren, die die Vielfalt mit sich bringt, ist es erforderlich Diskriminierungen zu beseitigen und als Kehrseite Privilegierungen abzubauen. Dies gilt für die vielfältigen sexuellen Orientierungen und ebenso für die zunehmende religiöse Vielfalt.

Zur Galerie der Kirchenkritik: Wolfgang Sellinger und seine Galerie der Kirchenkritik kritisieren die Haltung der beiden Amtskirchen gegenüber Homosexuellen und Lesben.
Die beiden Kirchen („Salz der Erde MCC Gemeinde Stuttgart“ und die „Alt-katholische Gemeinde Stuttgart“), die beim CSD Stuttgart vermutlich mit Infoständen beteiligt sind und wohl auch bei der CSD-Polit-Parade, sind von der Kritik ausgenommen, ebenso die couragierte neue Prälatin Gabriele Arnold der Evangelischen Landeskirche Stuttgart, die die Schirmherrschaft für das CSD-Sommerfest übernommen hat und dafür von konservativen Kirchenmitgliedern und vom Landesbischof July („nicht abgesprochen“, „private Angelegenheit“) kritisiert wird.

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Runder Tisch der Religionen? - oder runder Tisch der Weltanschauungen!

15.06.2017

Sehr geehrter Herr Minister Lucha,

die Stuttgarter Zeitung hat über Ihre Initiative „Runder Tisch der Religionen“ berichtet.

Ich bin ein konfessionsfreier Bürger und aktives Mitglied der Regionalgruppe Stuttgart der Giordano-Bruno-Stiftung, für die ich in diesem Brief spreche. Zudem bin ich Mitglied bei „Die Humanisten Baden-Württemberg“.

Deutschland und Baden-Württemberg beruhen laut Grundgesetz auf einer säkularen Rechtsgrundlage. Wenn Fragen der zunehmend säkularen Gesellschaft von Seiten der Landesregierung fast ausschließlich mit den Religionen und unter dem Motto „Runder Tisch der Religionen“ diskutiert werden sollen, läuft das diesem säkularen Prinzip zuwider.

Ein Runder Tisch der Religionen grenzt die größte Bevölkerungsgruppe, die Konfessionsfreien, aus, die im Land zwischen 30 und 40 %, in Stuttgart sogar mehr als 50 % der Bevölkerung ausmachen. Dabei werden religiöse Körperschaften ohnehin unfair bevorzugt, z. B. durch Staatsgelder. Auch Konfessionsfreie, die sich verständlicherweise nur zu einem geringen Grad organisieren, sind an einer funktionierenden Zivilgesellschaft interessiert und möchten, dass solche Themen vom Land nicht ausschließlich mit Vertretern von Religionsgruppen diskutiert werden. Deutschland braucht nicht mehr Religiosität, sondern mehr Säkularität. Dies wird gerade angesichts der Vielfalt der Religionen von vielen Seiten gefordert. Siehe Referenzen 3 bis 6.

Eine aktuelle Studie (Referenz 7) aus Österreich kommt zudem zu einem Ergebnis über Muslime, das ähnlich auch für Deutschland zu erwarten ist: „Rund 40 Prozent der nicht religiös organisierten Muslime zeigen sich laut dem Religionspädagogen Ednan Aslan (…) säkular.“  Dies gilt in ähnlicher Form auch für Flüchtlinge: es kommen nicht nur religiöse Migranten als Flüchtlinge zu uns, denn säkulare Muslime und Atheisten werden in vielen religiös geprägten Staaten verfolgt und bedroht.

Wir regen daher an, statt eines Runden Tisches der Religionen einen Runden Tisch der Weltanschauungen zu veranstalten. Diese Weltanschauungen würden dann auch konfessionsfreie säkulare Humanisten und die Giordano-Bruno-Stiftung einschließen. Die Humanisten Baden-Württemberg sind landesweit organisiert; die Giordano-Bruno-Stiftung ist deutschlandweit organisiert und hat in mehreren Städten in Baden-Württemberg Regionalgruppen (Stuttgart, Mannheim/Heidelberg, Karlsruhe, Ulm, Konstanz, ...).  Zu diesem Kreis könnten auch die „AnStifter“ eingeladen werden, ein Verein, der sich durch breites bürgerschaftliches Engagement und Einsatz für die Zivilgesellschaft auszeichnet.

Der Reichtum der Kirchen (Monatliche Sendung im FRS)

28 Juni, 2017 - 20:00 - 22:00

In dieser Sendung wird nicht über die Finanzierung der Kirchen über den Steuerzahler von heute gesprochen, sondern wie die Kirchen im Laufe von Jahrhunderten zu ihrem immensen Reichtum gekommen sind.

Weitere Informationen:

 

Säkularer Humanismus als Alternative zu Religionen (Monatliche Sendung im FRS)

24 Mai, 2017 - 20:00 - 22:00

Betont wird, dass der Humanismus keine Lehre im klassischen Sinne ist, sondern vielmehr ein offenes, lernfähiges System.

In der 2. Stunde senden wir den Mitschnitt eines Vortrages von Michael Schmidt-Salomon zu seinem Buch: „Hoffnung Mensch“

Weitere Informationen:

Science March Stuttgart

22 April, 2017 - 10:30

Kritisches Denken und fundiertes Urteilen setzt voraus, dass es verlässliche Kriterien gibt, die es erlauben, die Wertigkeit von Informationen einzuordnen. Die gründliche Erforschung unserer Welt und die anschließende Einordnung der Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, ist die Aufgabe von Wissenschaft. Wenn jedoch wissenschaftlich erwiesene Tatsachen geleugnet, relativiert oder lediglich „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, wird jedem konstruktiven Dialog die Basis entzogen. Da aber der konstruktive Dialog eine elementare Grundlage unserer Demokratie ist, betrifft eine solche Entwicklung nicht nur Wissenschaftler/innen, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes.

Am 22. April 2017 werden deshalb weltweit Menschen auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren, dass wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind.

Alle, denen die deutliche Unterscheidung von gesichertem Wissen und persönlicher Meinung nicht gleichgültig ist, sind eingeladen, sich an dieser weltweiten Demonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft zu beteiligen – nicht nur Wissenschaftler/innen!

Science March Stuttgart

Facebook: https://facebook.com/ScienceMarchStuttgart

Böse Philosophen (Monatliche Sendung im FRS)

26 April, 2017 - 20:00

Voltaire und Diderot sind allgemein bekannt.Aber wer kennt Paul Henri Thiry d'Holbach? Er war die eigentlich treibende, radikale Kraft in einem eigenen in Paris sehr beliebten Salon im 18. Jh. Der Historiker Philipp Blom geht auf ihn und Diderot in seinem Buch "Böse Philosophen" ausführt ich ein.

Weitere Informationen:

Interview mit Michael Schmidt-Salomon (Monatliche Sendung im FRS)

28 Dezember, 2016 - 20:00

Dieses Interview mit dem Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, eine Aufzeichnung vom Mai 2013, hat nichts an Aktualität verloren. Die zentralen Anliegen der GBS kommen zur Sprache sowie deren Zielsetzungen.

Weitere Informationen:

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