Kirchentag

Damit wir klüger werden...

Als Anspielung auf die Losung des Kirchentags 2015 ("damit wir klug werden") wurde "damit wir klüger werden" zum Motto der Veranstaltungsreihe Aufklärung im 21. Jahrhundert gewählt. In dem relativen Charakter des Mottos spiegelt sich die naturalistische Weltanschauung, deren Anhänger auf absolute Aussagen verzichten können, da sie wissen, dass jegliche Erkenntnisse iterativ gewonnen und bei geänderter Beweislage auch wieder verworfen werden.

Religionen gründen sich im Allgemeinen auf einem gegebenen Fundament und halten daran fest, auch wenn es dazu - im Falle der protestantischen Kirche - meisterhafter Verrenkungen bedarf. Bezeichnend hierfür ist die Losung des Kirchentags:
In Psalm 90, dem die Losung entnommen ist, fleht Moses Gott an. Das Gebet beschreibt eine wankelmütige (Vers 3), zornige (Vers 5, 7, 9, 11), sadistische (Vers 11, 15) und herrschsüchtige (Vers 13, 14, 16) Überfigur. Mit einem Bravourstück in Deutungsarkobatik werden die 17 Verse des Psalms in einen Aufruf zu Nachhaltigkeit und klugem Wirtschaften (Prof. Dr. Barner, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), Dr. Ueberschär, Generalsekretärin des DEKT) sowie Achtung, Respekt und Engagement (Landesbischof July) umgemünzt.

"Damit wir klüger werden..." müssten wir einsehen, dass wir auf absolute Fundamente verzichten sollten. Ein fairer Dialog hin zu zufriedenstellenden Lösungen der Probleme unserer Zeit ist schwierig bis unmöglich, wenn Argumente auf Ideologien und Religionen beruhen, die sich in ihren Kernaussagen von der Weltanschauung der Gegenseite unterscheiden. Argumente sind fair, konstruktiv und allgemein akzeptierbar, wenn sie ergebnisoffenen Überlegungen entstammen und mit wissenschaftlichen Methoden überprüft werden können.

 

Der Vollständigkeit halber hier der wenig erbauliche Psalm 90 aus der Lutherbibel 1912:
1 Ein Gebet Mose's, des Mannes Gottes. HERR, Gott, du bist unsre Zuflucht für und für.
2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit,
3 der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!
4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
5 Du lässest sie dahinfahren wie einen Strom; sie sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,
6 das da frühe blüht und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorrt.
7 Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahinmüssen.
8 Denn unsere Missetaten stellst du vor dich, unsre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht.
9 Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz.
10 Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.
11 Wer glaubt aber, daß du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm?
12 Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.
13 HERR, kehre doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!
14 Fülle uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.
15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden.
16 Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern.
17 Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unsrer Hände bei uns; ja, das Werk unsrer Hände wolle er fördern!

 

Kein Geld aus Münster für Katholikentag

27. März 2015

Stadtrat von Münster lehnt Antrag auf Bezuschussung des Katholikentags 2018 ab

OBERWESEL. (hpd/gbs) Erstmals in der Geschichte des Katholikentags verweigert eine Stadt die beantragte Millionen-Subvention... weiterlesen im hpd

Kosten des Kirchetags 2015 in Stuttgart

Aktionswebsite 11. Gebot

Moses macht mobil

04.11.2014

Moses reiste in diesen Tagen persönlich nach Münster, um auf das 11. Gebot hinzuweisen.
"Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!"

Mehr im Artikel des hpd: Die Angst des Bistums Münster vor Moses

Sendung des Bürgerfunk Münster: https://www.youtube.com/watch?v=9mY0eJj_dpg

Aktuelle Entwicklungen auf facebook: https://www.facebook.com/11tes.gebot

Bei vielen Kirchentagen gelang es den Organisatoren massive staatliche Unterstützung ihrer Werbeveranstaltungen einzustreichen. Für den evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart wurde bereits 2011 beschlossen, die Geldtöpfe der öffentlichen Hand weit zu öffnen. Insgesamt 8,6 Mio. Euro haben Stadt, Land und Bund zugesagt. Die Regionalgruppen der Giordano-Bruno-Stiftung werden zukünftig darauf achten, dass im Vorfeld solcher Beschlüsse eine breite öffentliche Diskussion stattfindet.

Die vierte Million ist immer die schwierigste

LEIPZIG. (hpd) Im Jahr 2016 soll der Katholikentag in Leipzig stattfinden. So hat es das Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschlossen. Und für dieses konfessionelle Sommerfest sammeln christliche Funktionäre und Politiker seither Geldmittel ein. Aber nicht etwa bei den Bistümern der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, die als die reichste Kirche der Welt gilt... Weiterlesen im Originalartikel


(Bild: hpd)

Für den evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart wurde bereits 2011 beschlossen, die Geldtöpfe der öffentlichen Hand weit zu öffnen. Insgesamt 8,6 Mio. Euro haben Stadt, Land und Bund zugesagt. Die Regionalgruppen der Giordano-Bruno-Stiftung werden zukünftig darauf achten, dass im Vorfeld solcher Beschlüsse eine breite öffentliche Diskussion stattfindet.

 

Kirchentag 2015 in Stuttgart - Christliche PR-Veranstaltung auf Kosten der Allgemeinheit

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 3. bis 7. Juni 2015 in Stuttgart statt.

Wieder einmal entzieht sich der Staat seiner gebotenen weltanschaulichen Neutralität, indem er die Veranstaltung mit 8,6 Mio. Euro bezuschusst.

Bereits in der öffentlichen Sitzung am 24.02.2011 hat der Gemeinderat der Stadt Stuttgart die Förderung des Evangelischen Kirchentags 2015 beschlossen (Gemeinderatsdrucksache 921/2010). Neben einem Zuschuss in Höhe von 2.500.000 EUR werden Sachleistungen und Gebührenbefreiungen in Höhe von maximal 711.000 EUR gewährt. Das Land Baden-Württemberg stellt zusätzlich 5 Mio. und der Bund 400.000 Euro.

Die Aktion 11. Gebot wird während des Kirchentags in Stuttgart die Finanzierungpraxis der Öffentlichkeit bewußt machen.

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