Laizismus

Kretschmann vertritt die Interessen der Kirchen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat in den letzten Wochen mehrfach gegenüber den Medien erklärt, dass er die Trennung von Staat und Kirche für einen großen Fehler hält. Es ist sein gutes Recht, dieser Meinung zu sein und diese auch öffentlich zu vertreten. Schwierig wird es, wenn er das in seiner hervorgehobenen Rolle als Politiker tut.

Der vollständige Artikel unseres Regionalgruppenmitglieds kann im Humanistischer Pressedienst (hpd) nachgelesen werden.

Ein Sprecher des "Bundesweiten Arbeitskreises Säkularer Grüner" hat den Artikel ebenfalls im hpd kommentiert.

Omnipräsenz der Kirchen in Politik, Gesellschaft und Medien

Teil 1/2: Wem ist nicht schon aufgefallen, dass den Kirchen in Rundfunk und Fernsehen viele eigene Sendezeiten eingeräumt werden!? Aber weit darüber hinaus wirken kirchliche Einflüsse in vielen Sendungen und Printmedien mit, wo wir das nicht auf Anhieb erkennen können. Darüber soll diese Sendung aufklären.

Teil 2/2: Auch viele Zeitungen, die liberal daherkommen, stellen häufig Ereignisse und Personen im kirchlichen Umfeld einseitig positiv und relativ unkritisch dar. Man denke hier vor allem an die renommierte Wochenzeitung "Die Zeit". Auch alle Produkte aus dem Hause "Springer" sind eher kirchen- und glaubensfreundlich ausgerichtet.
Die theologischen Fakultäten in Deutschland werden komplett von allg. Steuern finanziert. Das Verhältnis von Professoren und Studenten ist zahlenmäßig so günstig wie in keiner anderen Fakultät.
Aus aktuellem Anlass musste auch noch etwas ausgeführt werden über das Vermögen und Finanzgebaren von Bischofssitzen in Deutschland. Tebartz-van Elst lässt grüßen.

Verhältnis von Staat und Kirche / Laizismus

Inhalt der Sendung:

Laut unserer Verfassung ist der Staat gegenüber allen Weltanschauungen neutral und garantiert deren freien Wettbewerb. Das gilt auch für Religionen. Anders als Kirchenvertreter meinen, hat der Staat aber keinerlei Verpflichtung, irgendeine Religion zu fördern oder gar zu bevorzugen. Er tut es in vielen Fällen dennoch. Das fängt damit an, dass er für die christlichen Kirchen die Kirchensteuer eintreibt. Das geht weiter mit der Tatsache, dass der Staat die Kirchen mit über 19 Milliarden an allg. Steuergeldern unterstützt. Das heißt, dass auch alle Konfessionslosen und Angehörige nichtchristlicher Konfessionen die Kirche in Deutschland alimentieren. Was mit diesen 19 Mrd. alles finanziert wird, erfahren Sie der Sendung über Kirchenfinanzen. Vor allem wird mit diesem Geld auch der Religionsunterricht finanziert. Dass überhaupt Religionsunterricht als "ordentliches Unterrichtsfach" (GG, Art. 7, Abs. 3 - somit versetzungsrelevant!) gilt, widerspricht dem Gebot der weltanschaulichen Neutralität des Staates.
In TV- und Rundfunkräten haben die Konfessionsvertreter Sitz und Stimme. Das führt dann dazu, dass es seit Jahrzehnten im Fernsehen z.B. das "Wort zum Sonntag" und sonntag vormittags Gottesdienstübertragungen gibt. Es gibt keinerlei "Humanistisches Wort zur Woche".
Schlimm finden wir, dass es in Deutschland ca. 90 private Konfessionsschulen gibt, die auch noch mit allg. Steuermitteln gefördert werden. Besonders skandalos ist dabei, dass im Biologie-Unterricht an etlichen dieser Schulen Kreationsmus statt/neben Evolution gelehrt wird. (Mehr zu den Evangelikalen, die dieses "Intelligent Design" vertreten, in einer weiteren Sendung).

Es gibt noch zahllose weitere Beispiele für eine fragwürdige Zusammenarbeit von Staat und Kirche. Wir wollen Sie darüber detailliert informieren. Wir meinen, dass Glaube reine Privatsache zu sein hat.

Kirchenfinanzen - Staat und Kirche

Inhalt der Sendung:

Was halten Sie davon, dass in Deutschland die beiden Großkirchen neben der Kirchensteuer jährlich mit ca. 19 Milliarden Euro staatlich finanziert werden? Wussten Sie, dass Caritas und Diakonie nur zu 1,8% von den Kirchen finanziert werden und dennoch Mitarbeiter aus religiösen Gründen entlassen können und dies auch immer wieder tun?

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