Evangelikale

Evangelikale spalten Kirche

Für viele Evangelikale ist die Bibel irrtumslos: eine fundamentalistische Weltanschauung. Im historischen Text finden sie Anleitung, wie man leben sollte - und wie nicht.

Der Theologe und Journalist Uwe Birnstein sagt: "Durch diese Trennung zwischen den wahren Christen und den Taufscheinchristen, den lauen Christen, den Kirchenchristen, durch diese Trennung, die ein Herr Parzany mit "ProChrist" weiter vorantreibt, spalten sie die Kirche."

Das Gegenüber als Missionsobjekt - doch muss das, was man selbst für die absolute Wahrheit hält, auch für Andere gelten? Evangelikaler Missionseifer, sagen die beiden Autoren, Oda Lambrecht und Christian Baars, birgt Sprengstoff für unsere pluralistische Gesellschaft.

Klare Feindbilder: Das Gute kämpft gegen das Böse. Die Kirchen bleiben derweil leer. Ein Drittel weniger Mitglieder bis zum Jahr 2030 - so die Prognose. Die Spitze der evangelischen Kirche setzt deshalb auf ein geschärftes Profil: die Reihen geschlossen, glaubensfest und missionarisch. Vergangene Konflikte mit dogmatischen Evangelikalen haben sich scheinbar aufgelöst in Wohlgefallen.

"Die Evangelikalen (sind) auf der Seite: Wir haben die Wahrheit gepachtet, wir stehen in der Wahrheit und ihr anderen nicht, und ihr habt euch uns gefälligst anzupassen", sagt der Theologe und Journalist Uwe Birnstein. "Mit dieser Einstellung kommt man nach der Erfahrung von 2000 Jahren Kirchengeschichte nicht weiter, sondern endet darin, dass man sich die Schädel blutig haut."

Lesen Sie weiter bei 3sat http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/132782./index.html

Evangelikale Christen auf Kreuzzug ... in Deutschland

Immer lauter mischen sich die Evangelikalen in Debatten und Wahlkämpfe ein, bombardieren Politiker mit Briefen und Fragen.

Die Evangelikalen betreiben ein ganzes Netzwerk aus Zeitschriften, Nachrichtenagenturen, Fernsehsendern und Radiostationen, sie beschäftigen eigene Lobbyisten und PR-Kräfte.

Hunderte neue freikirchliche Gemeinden, die dem evangelikalen Spektrum zugerechnet werden, haben sich in den vergangenen Jahren gegründet. Viele von ihnen sind deutlich radikaler als die klassischen Freikirchen, die oft bereits im 19. Jahrhundert entstanden sind. Dazu kommt eine unübersichtliche Zahl von Bibelhauskreisen, missionarischen Zentren, evangelikalen Vereinen und Sozialeinrichtungen.

Seit wenigen Wochen haben die Evangelikalen auch eine staatlich genehmigte Hochschule, die Freie Theologische Hochschule in Gießen. Die Grundlage: die 1978 aufgestellte Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel.

Lesen Sie weiter bei der taz http://www.taz.de/!28493/.

 

Evangelikale Christen – konservative Protestanten, die die Bibel als oberste Autorität betrachten. Ihre Zahl wächst stetig, und sie suchen Einfluss auf die Politik.

Evangelikale betrachten die Bibel als oberste Autorität für Leben und Glauben, als Letztbegründung, die nicht durch die Kritik der liberalen Theologie verwässert werden soll.

Die meisten Evangelikalen sind Kreationisten, sie halten am Wortlaut der Schöpfungslehre fest und leugnen die biologische Evolution.

Die Geringschätzung kirchlicher und philosophischer Traditionen bringt unweigerlich eine gewisse Verarmung des Denkens mit sich. Ernst zu nehmen sind sie dennoch.

Lesen Sie weiter bei DER ZEIT www.zeit.de/2005/22/Evangelikale/.

Evangelikale Gewalt gegen Kinder

Das NDR-Fernsehen berichtete am 21.12.2011 um 19:30 Uhr in der Sendung "Hallo Niedersachsen" über die Erziehungsmethoden mancher Evangelikaler.  Einige Prediger empfehlen, Kinder körperlich zu züchtigen. Dabei berufen sie sich auf die Bibelstelle: "Wer seine Rute schont, hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, züchtigt ihn beizeiten (Spr 13, 24)". Selbstverständlich distanzieren sich die Offiziellen der Evangelikalen von diesen Praktiken und der konkret betroffene Prediger. Trotzdem ahnt man, daß eben doch insgeheim Gewalt gegen Kinder in diesen Kreisen toleriert oder sogar gut geheißen wird.

Bibeltreuer Unsinn

DIE ZEIT und die Sueddeutsche informieren in Artikeln über die Umtriebe der evangelikalen Christen in der Bildungslandschaft. Sie gründen Privatschulen, in denen Evolution und Schöpfung gleichberechtigt gelehrt wird.

»Viele Eltern denken, an diesen Schulen geht es ordentlich zu, dort werden Werte vermittelt. Die Indoktrination übersehen sie dabei oft«, sagt Dittmar Graf, der als Professor für Biologie-Didaktik an der Technischen Universität Dortmund die Entwicklung mit Sorge beobachtet. Gerade in den Naturwissenschaften würde, als alternative Theorie verbrämt, oft ein fundamentalchristliches Weltbild vermittelt. Etwa mit der wissenschaftlich verkleideten Variante der biblischen Schöpfungserzählung, dem Kreationismus.

Lesen Sie weiter bei www.zeit.de/2011/42/C-Schule-Kreationisten/.

Leonie (Name geändert) war noch nie auf einer staatlichen Schule und kennt keine Lehrer, die nicht überzeugte Christen sind. Ob ihre Schule anders ist als andere, kann sie nicht einschätzen. Sie sagt, ihre Lehrer seien nett und hätten immer ein offenes Ohr für sie. Und sie glaubt, dass Gott die Welt geschaffen hat. So wie ihre Lehrer.

Lesen Sie weiter bei http://www.sueddeutsche.de/karriere/naturwissenschaften-an-evangelikalen-schulen-wenn-die-bibel-zum-gesetz-wird-1.1238547.

Frage an unsere bibeltreuen Mitmenschen: "Wie rechtfertigen Sie es, Ihren eigenen Kinder und den Kindern anderer Eltern solch ein schiefes Weltbild zu vermitteln?"

 

Zurück ins Mittelalter - Christlicher Fundamentalismus

"Wenn zugelassen wird, daß sich christlicher Fundamentalismus weiter verbreitet, gefährdet man ein hohes Gut - das Wissen der nächsten Generation und das Vertrauen in ein demokratisches System, das auch mit ungelösten Fragen leben kann." (Von Göttern und Designern, Christlicher Fundamentalismus Teil 5/5, 4:43)

Premiere: Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa, arte, 19.09.2006, 20:40 Uhr

 

"Es gibt immer mehr Hardliner, die in der Bibel eine Waffe sehen - eine Waffe gegen die Wissenschaft, gegen Schwule oder gescheiterte Eheleute, eine Waffe gegen die Schulpflicht."

(Hardliner des Herrn - Christlicher Fundamentalismus in Deutschland, Teil 4/5, 02:22)

 

 

Kreationismus bei den "Freien evangelischen Gemeinden"

"Wer sich vor dem Einfluss von Fundamentalisten schützen möchte, der muss sich ... ein naturwissenschaftliches Grundwissen aneignen.".

Darüberhinaus ist jeder Einzelne aufgefordert, diesem Fundamentalismus aufklärend entgegenzutreten, wo immer er sich zeigt.

Kreationismus - verantwortungslose Volksverdummung

"Wissenschaftliche Fakten und religiöse Glaubensinhalte im Biologieunterricht zu vermischen, ist verantwortungslose Volksverdummung."

 

 

Aktuelle Literatur zum Thema Glaube contra Wissen/Kreationismus:
Ulrich Kutschera: Darwiniana Nova. Verborgene Kunstformen der Natur. LIT-Verlag, Münster, 2011, 270 Seiten, 340 Abb., kart., 19,90 €, ISBN 978-3-643-10378-9.

Videos zum Thema Kreationismus in Deutschland:
YouTube-Kanal des AK Evolutionsbiologie im Deutschen Biologenverband (VBiO).
 

 

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