Kreationismus

Evangelikale Christen auf Kreuzzug ... in Deutschland

Immer lauter mischen sich die Evangelikalen in Debatten und Wahlkämpfe ein, bombardieren Politiker mit Briefen und Fragen.

Die Evangelikalen betreiben ein ganzes Netzwerk aus Zeitschriften, Nachrichtenagenturen, Fernsehsendern und Radiostationen, sie beschäftigen eigene Lobbyisten und PR-Kräfte.

Hunderte neue freikirchliche Gemeinden, die dem evangelikalen Spektrum zugerechnet werden, haben sich in den vergangenen Jahren gegründet. Viele von ihnen sind deutlich radikaler als die klassischen Freikirchen, die oft bereits im 19. Jahrhundert entstanden sind. Dazu kommt eine unübersichtliche Zahl von Bibelhauskreisen, missionarischen Zentren, evangelikalen Vereinen und Sozialeinrichtungen.

Seit wenigen Wochen haben die Evangelikalen auch eine staatlich genehmigte Hochschule, die Freie Theologische Hochschule in Gießen. Die Grundlage: die 1978 aufgestellte Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel.

Lesen Sie weiter bei der taz http://www.taz.de/!28493/.

 

Evangelikale Christen – konservative Protestanten, die die Bibel als oberste Autorität betrachten. Ihre Zahl wächst stetig, und sie suchen Einfluss auf die Politik.

Evangelikale betrachten die Bibel als oberste Autorität für Leben und Glauben, als Letztbegründung, die nicht durch die Kritik der liberalen Theologie verwässert werden soll.

Die meisten Evangelikalen sind Kreationisten, sie halten am Wortlaut der Schöpfungslehre fest und leugnen die biologische Evolution.

Die Geringschätzung kirchlicher und philosophischer Traditionen bringt unweigerlich eine gewisse Verarmung des Denkens mit sich. Ernst zu nehmen sind sie dennoch.

Lesen Sie weiter bei DER ZEIT www.zeit.de/2005/22/Evangelikale/.

Bibeltreuer Unsinn

DIE ZEIT und die Sueddeutsche informieren in Artikeln über die Umtriebe der evangelikalen Christen in der Bildungslandschaft. Sie gründen Privatschulen, in denen Evolution und Schöpfung gleichberechtigt gelehrt wird.

»Viele Eltern denken, an diesen Schulen geht es ordentlich zu, dort werden Werte vermittelt. Die Indoktrination übersehen sie dabei oft«, sagt Dittmar Graf, der als Professor für Biologie-Didaktik an der Technischen Universität Dortmund die Entwicklung mit Sorge beobachtet. Gerade in den Naturwissenschaften würde, als alternative Theorie verbrämt, oft ein fundamentalchristliches Weltbild vermittelt. Etwa mit der wissenschaftlich verkleideten Variante der biblischen Schöpfungserzählung, dem Kreationismus.

Lesen Sie weiter bei www.zeit.de/2011/42/C-Schule-Kreationisten/.

Leonie (Name geändert) war noch nie auf einer staatlichen Schule und kennt keine Lehrer, die nicht überzeugte Christen sind. Ob ihre Schule anders ist als andere, kann sie nicht einschätzen. Sie sagt, ihre Lehrer seien nett und hätten immer ein offenes Ohr für sie. Und sie glaubt, dass Gott die Welt geschaffen hat. So wie ihre Lehrer.

Lesen Sie weiter bei http://www.sueddeutsche.de/karriere/naturwissenschaften-an-evangelikalen-schulen-wenn-die-bibel-zum-gesetz-wird-1.1238547.

Frage an unsere bibeltreuen Mitmenschen: "Wie rechtfertigen Sie es, Ihren eigenen Kinder und den Kindern anderer Eltern solch ein schiefes Weltbild zu vermitteln?"

 

Wissenschaft führt zu Wohlstand, Fundamentalismus zu Armut

Der Physiker Lawrence Krauss erläutert anhand der Evolutionstheorie und des Klimawandels, wie Wissenschaft in der Öffentlichkeit in Mißkredit gebracht wird und wie sich diese Entwicklung auf unser aller Wohlstand in der Zukunft auswirkt.

"Die Wissenschaft erscheint immer mehr als etwas Beliebiges und verliert dadurch an Autorität. Daran sind unter anderem die Diskussionen zum Klimawandel oder zur Evolutionstheorie schuld. Es gelingt gut finanzierten kleinen Gruppen, das Verständnis breiter Bevölkerungsschichten zu torpedieren, was bei diesen Themen relevante und glaubwürdige Wissenschaft ist. Da gibt es unglaubliche Desinformationskampagnen, auf die auch viele Journalisten hereinfallen."

"Journalisten werden in ihrer Ausbildung darauf getrimmt, dass Dinge stets zwei Seiten haben und man beide darstellen muss. Bei den meisten Themen ist das die richtige Methode. Doch bei der Wissenschaft versagt dieses Vorgehen. Denn hier ist es einfach so, dass eben nur eine Seite der Medaille richtig und die andere schlichtweg falsch ist."

"Im 20.Jahrhundert haben die USA und Europa die Wissenschaft dominiert und entsprechenden wirtschaftlichen Erfolg daraus abgeleitet. Im 21.Jahrhundert scheint sich diese Vorherrschaft nach Asien zu verlagern."

"Die Wissenschaftler sollten deshalb in die Öffentlichkeit gehen und aufklären, was Wissenschaft ist, wie sie funktioniert und warum sie für unsere Zukunft so überaus wichtig ist. Die Menschen müssen zumindest über einige Grundkenntnisse der Wissenschaft verfügen, damit sie nicht Rattenfängern auf den Leim gehen und selbst Zusammenhänge erkennen und verstehen können."

"Wenn Ideologie und religiöser Fanatismus die Oberhand über Rationalität und Wissenschaftlichkeit gewinnen, werden wir die drängenden Probleme dieser Welt nicht lösen können."

Das vollständige Interview lesen Sie bei http://www.welt.de/wissenschaft/article13745632/Droht-uns-eine-Rueckkehr-ins-Mittelalter.html.

Noch immer im Mittelalter - Islamischer Fundamentalismus

Weil die Evolutionslehre von Charles Darwin angeblich nicht mit den kreationistischen Ideen des Korans im Einklang ist, verlassen muslimische Studenten und sogar Ärzte in der Ausbildung an einer der führenden Fakultäten Großbritanniens zunehmend die Hörsäle. Lesen Sie weiter bei http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/11/10694/gegen-den-koran-britische-studenten-boykottieren-darwin/.

Die Religionsbehörde in der Türkei will mehr Frauen in die Gotteshäuser bringen. Die Religiösen rebellieren: Das treibe die Frauen nur aus dem Haus – der „erste Schritt zum Kapitalismus“. Lesen Sie weiter bei http://diepresse.com/home/panorama/religion/720208/Tuerkei_Streit-um-Frauen-in-Moscheen?_vl_backlink=/home/panorama/religion/index.do

Zurück ins Mittelalter - Christlicher Fundamentalismus

"Wenn zugelassen wird, daß sich christlicher Fundamentalismus weiter verbreitet, gefährdet man ein hohes Gut - das Wissen der nächsten Generation und das Vertrauen in ein demokratisches System, das auch mit ungelösten Fragen leben kann." (Von Göttern und Designern, Christlicher Fundamentalismus Teil 5/5, 4:43)

Premiere: Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa, arte, 19.09.2006, 20:40 Uhr

 

"Es gibt immer mehr Hardliner, die in der Bibel eine Waffe sehen - eine Waffe gegen die Wissenschaft, gegen Schwule oder gescheiterte Eheleute, eine Waffe gegen die Schulpflicht."

(Hardliner des Herrn - Christlicher Fundamentalismus in Deutschland, Teil 4/5, 02:22)

 

 

Kreationismus bei den "Freien evangelischen Gemeinden"

"Wer sich vor dem Einfluss von Fundamentalisten schützen möchte, der muss sich ... ein naturwissenschaftliches Grundwissen aneignen.".

Darüberhinaus ist jeder Einzelne aufgefordert, diesem Fundamentalismus aufklärend entgegenzutreten, wo immer er sich zeigt.

Kreationismus - verantwortungslose Volksverdummung

"Wissenschaftliche Fakten und religiöse Glaubensinhalte im Biologieunterricht zu vermischen, ist verantwortungslose Volksverdummung."

 

 

Aktuelle Literatur zum Thema Glaube contra Wissen/Kreationismus:
Ulrich Kutschera: Darwiniana Nova. Verborgene Kunstformen der Natur. LIT-Verlag, Münster, 2011, 270 Seiten, 340 Abb., kart., 19,90 €, ISBN 978-3-643-10378-9.

Videos zum Thema Kreationismus in Deutschland:
YouTube-Kanal des AK Evolutionsbiologie im Deutschen Biologenverband (VBiO).
 

 

Syndicate content