Die gbs-Regionalgruppe Stuttgart/Mittlerer Neckar setzt sich ein für
  • eine Leitkultur der Aufklärung und des Humanismus,
  • individuelle Freiheit, Menschenrechte und gegen dogmatische Bevormundung,
  • eine naturalistische Weltanschauung,
  • die Akzeptanz wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Gesellschaft und
  • die Trennung von Religion und Staat.

Noch immer im Mittelalter - Islamischer Fundamentalismus

Weil die Evolutionslehre von Charles Darwin angeblich nicht mit den kreationistischen Ideen des Korans im Einklang ist, verlassen muslimische Studenten und sogar Ärzte in der Ausbildung an einer der führenden Fakultäten Großbritanniens zunehmend die Hörsäle. Lesen Sie weiter bei http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/11/10694/gegen-den-koran-britische-studenten-boykottieren-darwin/.

Die Religionsbehörde in der Türkei will mehr Frauen in die Gotteshäuser bringen. Die Religiösen rebellieren: Das treibe die Frauen nur aus dem Haus – der „erste Schritt zum Kapitalismus“. Lesen Sie weiter bei http://diepresse.com/home/panorama/religion/720208/Tuerkei_Streit-um-Frauen-in-Moscheen?_vl_backlink=/home/panorama/religion/index.do

Zurück ins Mittelalter - Christlicher Fundamentalismus

"Wenn zugelassen wird, daß sich christlicher Fundamentalismus weiter verbreitet, gefährdet man ein hohes Gut - das Wissen der nächsten Generation und das Vertrauen in ein demokratisches System, das auch mit ungelösten Fragen leben kann." (Von Göttern und Designern, Christlicher Fundamentalismus Teil 5/5, 4:43)

Premiere: Von Göttern und Designern - Ein Glaubenskrieg erreicht Europa, arte, 19.09.2006, 20:40 Uhr

 

"Es gibt immer mehr Hardliner, die in der Bibel eine Waffe sehen - eine Waffe gegen die Wissenschaft, gegen Schwule oder gescheiterte Eheleute, eine Waffe gegen die Schulpflicht."

(Hardliner des Herrn - Christlicher Fundamentalismus in Deutschland, Teil 4/5, 02:22)

 

 

Kreationismus bei den "Freien evangelischen Gemeinden"

"Wer sich vor dem Einfluss von Fundamentalisten schützen möchte, der muss sich ... ein naturwissenschaftliches Grundwissen aneignen.".

Darüberhinaus ist jeder Einzelne aufgefordert, diesem Fundamentalismus aufklärend entgegenzutreten, wo immer er sich zeigt.

Kreationismus - verantwortungslose Volksverdummung

"Wissenschaftliche Fakten und religiöse Glaubensinhalte im Biologieunterricht zu vermischen, ist verantwortungslose Volksverdummung."

 

 

Aktuelle Literatur zum Thema Glaube contra Wissen/Kreationismus:
Ulrich Kutschera: Darwiniana Nova. Verborgene Kunstformen der Natur. LIT-Verlag, Münster, 2011, 270 Seiten, 340 Abb., kart., 19,90 €, ISBN 978-3-643-10378-9.

Videos zum Thema Kreationismus in Deutschland:
YouTube-Kanal des AK Evolutionsbiologie im Deutschen Biologenverband (VBiO).
 

 

Wissenschaft im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Nano

Noch ein Beispiel, über das ich mich maßlos geärgert hatte:

Der Wert der Mathematik für unsere Welt

Kurzfassung: Die Mathematik ist unvollständig (Gödel), und das Wetter kann auch nicht berechnet werden. Also muss es etwas Höheres, z.B. Gott, geben. Für ein Programm, dass sich als Wissenschaftssendung ausgibt, leider eine totale Themaverfehlung.

Ein halbwegs allgemeinverständliches Buch, das die Unvollständigkeit unter einem modernen Blickwinkel betrachtet, ist beispielsweise
Gregory Chaitin: Metamath, ISBN-13: 978-1843545255.

Wissenschaft im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Quarks und Co

Ein weiteres Beispiel für die Vernebelung des wissenschaftlichen Sachverstands durch religiöse Vorstellungen in ansonsten eigentlich ganz guten Wissenschaftssendungen ist folgender Beitrag aus Quarks und Co:

Quarks & Co: 10.05.2011, Als Gott geboren wurde - Die Suche nach der Weltformel

Ab ungefähr 11:40 wird gefragt, ob die Religionen Teile der modernen Wissenschaft schon geahnt haben konnten. Der absolute Höhepunkt ist, dass die Entwicklung des Universums (willkürlich) in 6 Phasen unterteilt und dann auf die Parallelen zu den 6 Tagen in der biblischen Schöpfungsgeschichte hingewiesen wird. Dies ist einfach nur Nummerologie und hat in einer Wissenschaftssendung nichts verloren. Bisher dachte ich, dass beinahe jeder Wissenschaftler dieses Phänomen kennen würde und so etwas auch bei nur flüchtiger Prüfung nicht durchrutschen könnte. Aber man lernt offensichtlich auch an dieser Front nie aus.

Kampf im Klassenzimmer: Deutsche Schüler in der Minderheit

Eine etwas ältere ARD-Dokumentation darüber, wie fundamentalistische Auslegung von Religion das Klima vergiften kann. Ab 05:20 im obigen YouTube-Video.

Hexenverfolgung in Afrika -- 2009 AD. Dispaches, Channel 4

Heutzutage werden sehr erfolgreich kausale Zusammenhänge entdeckt. Die moderne Medizin ist eines der besten Beispiele. Die systematische Erforschung des Einflusses der Art der Behandlung auf die Genesung von Patienten ermöglichte erst die hohe Lebenserwartung und die niedrige Kindersterblichkeit in den Industrienationen. Nicht nur evangelikale Christen, sondern auch die katholische Kirche ignorieren dies völlig und propagieren ungehindert das jahrtausende alte und wenig erfolgreiche Konzept der Wunderheilung. Sogar das ZDF macht zur Zeit völlig unkritisch Werbung für diesen Unsinn, der auf dem wohlbekannten Fehler beruht, durch einfache Beobachtungen auf kausale Zusammenhänge zu schließen, die nicht vorhanden sind. Wohin dieser naive Realitätsbegriff im Extremfall führen kann, zeigt folgende Channel 4 Dokumentation aus dem Jahr 2009.

Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche

Aus gegebenem Anlass ein Absatz aus dem aktuellen Katechismus der Katholischen Kirche. Willkommen im Mittelalter.

1673 Wenn die Kirche öffentlich und autoritativ im Namen Jesu Christi darum betet, daß eine Person oder ein Gegenstand vor der Macht des bösen Feindes beschützt und seiner Herrschaft entrissen wird, spricht man von einem Exorzismus. Jesus hat solche Gebete vollzogen [Vgl. Mk 1,25-26]; von ihm hat die Kirche Vollmacht und Auftrag, Exorzismen vorzunehmen [Vgl. Mk 3,15; 6,7.13; 16,17.]. In einfacher Form wird der Exorzismus bei der Feier der Taufe vollzogen. Der feierliche, sogenannte Große Exorzismus darf nur von einem Priester und nur mit Erlaubnis des Bischofs vorgenommen werden. Man muß dabei klug vorgehen und sich streng an die von der Kirche aufgestellten Regeln halten. Der Exorzismus dient dazu, Dämonen auszutreiben oder vom Einfluß von Dämonen zu befreien und zwar kraft der geistigen Autorität, die Jesus seiner Kirche anvertraut hat. Etwas ganz anderes sind Krankheiten, vor allem psychischer Art; solche zu behandeln ist Sache der ärztlichen Heilkunde. Folglich ist es wichtig, daß man, bevor man einen Exorzismus feiert, sich Gewißheit darüber verschafft, daß es sich wirklich um die Gegenwart des bösen Feindes und nicht um eine Krankheit handelt [Vgl. [link] CIC, can. 1172].

Quelle auf der Webseite des Vatikans

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