Konfessionsfrei

38% der Bevölkerung Deutschlands gehören keiner Religion an.

57% bezeichnen sich als nicht religiös.

100% der Steuerzahler finanzieren die staatliche Unterstützung der Kirchen,

weil die Trennung von Staat und Kirche in Deutschland nicht vollzogen ist.

Ziel der Giordano-Bruno-Stiftung ist es, eine tragfähige säkulare Alternative zu den bestehenden Religionen zu entwickeln und ihr gesellschaftlich zum Durchbruch zu verhelfen. Hinter dieser Zielsetzung steht die Einsicht, dass wir die komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mit den religiösen Vorstellungen der Vergangenheit meistern können. Wir benötigen heute ein zeitgemäßes Weltbild, das im Einklang mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen (u.a. der Evolutionsbiologie und der Hirnforschung) steht und das sich in ethischer Hinsicht konsequent an den individuellen Selbstbestimmungsrechten (etwa im Sinne der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“) orientiert.

Diesem Ziel entgegen steht

  • dass pro Jahr bis zu 19 Milliarden Euro Steuergelder direkt (unter anderem für Bischofsgehälter, theologische Fakultäten und Kirchentage) und indirekt (Befreiung von Vermögenssteuer, Kirchensteuereinzug durch den Staat...) an die Kirchen fließen
  • dass die kirchlichen Träger von Sozialeinrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime) bevorzugt "gesinnungskonforme" Mitarbeiter einstellen, obwohl bis zu 100% der Kosten dieser Einrichtungen aus Steuergeldern beglichen werden (siehe GerDiA-Kampagne)
  • dass Ethikräte (siehe Beschneidungsdebatte) mit Kirchenleuten besetzt werden, obwohl gerade die rückwärtsgewandte Moralvorstellung der Kirche in den letzten 2000 Jahren immer wieder versagt hat, und viele unserer modernen Grundrechte erst gegen den Widerstand der Kirchen erkämpft werden mussten
  • dass regelmäßig Kirchensendungen in öffentlich-rechtlichen, also von der Allgemeinheit finanzierte Medien platziert werden,
  • dass Religionsgemeinschaften, die sich einer wörtliche Auslegung der Bibel verpflichten (Evangelikale), zunehmend Einfluss auf Politik und Bildung bekommen (Stichwort: Bekenntnisschulen)
  • dass die großen Parteien nicht wahrnehmen wollen, dass inzwischen mehr Bundesbürger konfessionslos sind (38%), als evangelisch oder katholisch (je 29%). Den christlichen Kirchen wird weiterhin eine überproportional starke Einflussnahme ermöglicht, welche sich in Folge auch andere Religionen erstreiten (Einführung des Islamunterrichts).

Quellen:

"Der evolutionär denkende Mensch kann nicht mehr Schutz vor der Einsamkeit suchen, indem er sich in die Arme einer zum Gott erhobenen – von ihm selbst geschaffenen – Vatergestalt flüchtet; nichts entbindet ihn von der mühevollen Aufgabe, sich den Problemen der Gegenwart zu stellen. Wir müssen aufgeben, uns in intellektueller wie ethischer Hinsicht wie Strauße zu verhalten, wir dürfen unseren Kopf nicht mehr in gewollter Blindheit in den Sand stecken." (Julian Huxley)