Würde das Sozialsystem ohne das Engagement der Kirchen nicht völlig kollabieren?

Die meisten sozialen Einrichtungen der Kirchen (etwa Krankenhäuser, Altersheime, Kinderheime, Therapieeinrichtungen) werden in Deutschland komplett von der öffentlichen Hand, durch Versicherungsbeiträge und die Beiträge der Betroffenen finanziert. Nur in einem kleinen Segment (beispielsweise Kindergärten und Beratungsstellen) müssen die Kirchen einen geringen Teil der Kosten selber tragen. Dieser Betrag wird jedoch mehrfach kompensiert durch die Milliardensubventionen, die die Kirchen Jahr für Jahr (neben den Kirchensteuern) aus dem allgemeinen Steuertopf erhalten.

So wissen nur die allerwenigsten Bundesbürger, dass beispielsweise die Gehälter vieler Bischöfe nicht über die Kirchensteuern gedeckt werden, sondern dass dafür u.a. auch konfessionsfreie Menschen mit ihren Steuerzahlungen aufkommen müssen. Würden die verfassungswidrigen Privilegien der Kirchen endlich gestrichen, könnte der Staat pro Jahr viele Milliarden Euro sparen, so dass der notwendige
Ausbau des Sozial- und Bildungssystems finanzierbar wäre.