Wissenschaft führt zu Wohlstand, Fundamentalismus zu Armut

Der Physiker Lawrence Krauss erläutert anhand der Evolutionstheorie und des Klimawandels, wie Wissenschaft in der Öffentlichkeit in Mißkredit gebracht wird und wie sich diese Entwicklung auf unser aller Wohlstand in der Zukunft auswirkt.

"Die Wissenschaft erscheint immer mehr als etwas Beliebiges und verliert dadurch an Autorität. Daran sind unter anderem die Diskussionen zum Klimawandel oder zur Evolutionstheorie schuld. Es gelingt gut finanzierten kleinen Gruppen, das Verständnis breiter Bevölkerungsschichten zu torpedieren, was bei diesen Themen relevante und glaubwürdige Wissenschaft ist. Da gibt es unglaubliche Desinformationskampagnen, auf die auch viele Journalisten hereinfallen."

"Journalisten werden in ihrer Ausbildung darauf getrimmt, dass Dinge stets zwei Seiten haben und man beide darstellen muss. Bei den meisten Themen ist das die richtige Methode. Doch bei der Wissenschaft versagt dieses Vorgehen. Denn hier ist es einfach so, dass eben nur eine Seite der Medaille richtig und die andere schlichtweg falsch ist."

"Im 20.Jahrhundert haben die USA und Europa die Wissenschaft dominiert und entsprechenden wirtschaftlichen Erfolg daraus abgeleitet. Im 21.Jahrhundert scheint sich diese Vorherrschaft nach Asien zu verlagern."

"Die Wissenschaftler sollten deshalb in die Öffentlichkeit gehen und aufklären, was Wissenschaft ist, wie sie funktioniert und warum sie für unsere Zukunft so überaus wichtig ist. Die Menschen müssen zumindest über einige Grundkenntnisse der Wissenschaft verfügen, damit sie nicht Rattenfängern auf den Leim gehen und selbst Zusammenhänge erkennen und verstehen können."

"Wenn Ideologie und religiöser Fanatismus die Oberhand über Rationalität und Wissenschaftlichkeit gewinnen, werden wir die drängenden Probleme dieser Welt nicht lösen können."

Das vollständige Interview lesen Sie bei http://www.welt.de/wissenschaft/article13745632/Droht-uns-eine-Rueckkehr-ins-Mittelalter.html.