Die größte Sünde gegen den menschlichen Geist ist, Dinge ohne Beweis zu glauben.

Plakat: Die größte Sünde gegen den menschlichen Geist ist, Dinge ohne Beweis zu glauben.

Um Wissen zu erlangen, stellt die Naturwissenschaft Fragen an die Natur in Form von Experimenten. Im Prinzip muß jeder diese Experimente zu jeder Zeit an jedem Ort durchführen können und das gleiche Ergebnis erhalten. Nur dann handelt es sich um naturwissenschaftlich belegte Tatsachen und damit um Wissen.

Mit Intuition und Phantasie werden dann Theorien formuliert, die die experimentellen Ergebnisse beschreiben. Wenn in der Zukunft auch nur ein Experiment ein der Theorie widersprechendes Ergebnis liefert, muss sie verfeinert oder durch eine andere Theorie ersetzt werden. Daher kann die Naturwissenschaft einen Sachverhalt nicht endgültig beweisen, sondern nur belegen. Nur die Mathematik kann Aussagen durch logisches Schließen endgültig beweisen. Karl Raimund Popper (1902-1994),  österreichisch-britischer Philosoph, sagt: "Ein empirisch-wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können."

In einem evolutionsartigen Selektionsprozess setzen sich so diejenigen Theorien durch, deren Widerlegung misslingt. Gibt es mehrere Theorien, die die experimentellen Ergebnisse gleich gut  beschreiben, wird jene bevorzugt, die mit den wenigsten Hypothesen auskommt und somit die "einfachste" Theorie darstellt ("Ockhams Rasiermesser").

Nur bei Wissen, das nach dieser Methodik gewonnen wurde, handelt es sich um Erkenntnisse. Alles auf anderem Wege gewonnene vermeintliche 'Wissen' ist Vermutung, Trugschluss, Einbildung, gemeinschaftliche Wahnvorstellung (=Religion) usw. Einzig die naturwissenschaftliche Vorgehensweise erlaubt es, Wissen über die Welt zu erlangen.

Links:
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Henry_Huxley