Ein guter Mensch sein, weil's vernünftig ist.

Plakat: Ein guter Mensch sein, weil's vernünftig ist.

Alle menschlichen Gesellschaften kennen ein Regelwerk, ähnlich den 10 Geboten der Bibel. Offensichtlich hat sich ein solches Regelwerk in allen menschlichen Gesellschaften herausgebildet, weil es sich für ein Zusammenleben als nützlich erwiesen hat. Die meisten dieser Regeln lassen sich aus einer einfachen Überlegung  ableiten, die schon der Volksmund kennt: "Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu."

Tatsächlich haben Menschen in der Geschichte immer wieder ihre historisch gewachsenen Wertvorstellungen als Gebote Gottes ausgegeben und dadurch argumentativ unangreifbar gemacht. So schufen sie sich Gott nach dem eigenen Ebenbild. Während in der Geschichte Vernichtungskriege gegen gegnerische Völker christlich legitimiert wurden, wurde in der Neuzeit in Europa ein pazifistisch anmutender Gott der Nächstenliebe entwickelt. Dagegen findet sich in den USA immer noch der kriegerische Gott der Vergangenheit. Diese hier zum Vorschein kommende religiöse Beliebigkeit der religiösen Wertmaßstäbe macht es offenkundig unmöglich, über den Verweis auf Gott ethisch verbindliche Werte herzuleiten.

Nur wenn die meisten Mitglieder einer menschlichen Gesellschaft der Vernunft folgen und sich an gewisse Regeln halten, ist ein friedliches Zusammenleben der Menschen gewährleistet. Daher ist es schlicht vernünftig, ein guter Mensch zu sein.

Links:
[1] Michael Schmidt-Salomon: Manifest des Evolutionären
Humanismus - Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur, Aschaffenburg:
Alibri Verlag, 2. Aufl., 2006, ISBN 3-86569-011-4
[2] http://hpd.de/node/5861
[3] http://hpd.de/node/11957