Wer mehr weiß, muss weniger glauben.

Plakat: Wer mehr weiß, muß weniger glauben.

In der Vergangenheit konnten sich die Menschen manche Naturphänomene nicht erklären und erfanden den Glauben. Je mehr Erkenntnisse die Wissenschaft gewann, umso weiter wurde der Glaube in das nicht Fassbare und Unwiderlegbare zurückgedrängt.

Bekannte Beispiele für inzwischen widerlegte Behauptungen der Theologen sind:

  • Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums.
  • Die Erde ist 6000 Jahre alt.

Je weiter die Wissenschaft voranschreitet, umso weniger Aussagen können die Religionen über die Welt machen. Mittlerweile erlaubt die Wissenschaft nur noch einen Gott, der sich in einer anderen Dimension befindet und nie ins Weltgefüge eingreift. Über einen solchen rein transzendenten Gott können die Naturwissenschaften nichts aussagen. Auf einen solchen Gott kann aber genauso gut verzichtet werden. Gott wird schlicht nicht mehr gebraucht.

Peter Henkel, Journalist, formuliert: "Nein, Gott ist nicht tot, wie Nietzsche sagte, sondern: Er hat nie gelebt. Was gelebt hat und bis heute lebt, das sind religiöse Bedürfnisse des Menschen und die Macht religiöser Traditionen. In der Wirklichkeit ist es aber eben nicht so, dass der Durst des Wanderers in der Wüste ein Beweis dafür wäre, dass dort vorn eine Oase wartet. Und in der Wirklichkeit ist es auch nicht so, dass Menschen des 21. Jahrhunderts für wahr halten müssen, was früher wie selbstverständlich weitergereicht wurde von Generation zu Generation. [...] Vielleicht wird die Gattung Mensch irgendwann einmal lernen, ohne himmlische Hilfsmittel auszukommen. Denn je mehr sie über die Welt in Erfahrung bringt, umso geringer wird – vielleicht! – die Versuchung, Wissenslücken stopfen zu wollen mit Übernatürlichem."

Links:
[1] http://hpd.de/node/4284, Punkt 10.
[2] http://hpd.de/node/5388
[3] http://hpd.de/print/7844
[4] http://gbskoeln.de/?p=49
[5] http://hpd.de/node/8058