Kreationismus bei den "Freien evangelischen Gemeinden"

Wie in http://hpd.de/node/1618 berichtet wurde, fand 2007 ein kreationistischer Vortrag in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Würzburg statt. "Die Freien evangelischen Gemeinden sind die Evangelikalen des Landes, christliche Fundamentalisten, welche die Bibel in wörtlicher Auslegung für Gottes Wort halten.", so der Verfasser.

Selbst die "Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen", abgerufen am 26.11.2011, erklärt: "Der Kreationismus entstand als Teil des protestantischen Fundamentalismus in den USA. Im kreationistischen Gedankengut ist der Widerspruch zur Darwin’schen Abstammungslehre und zum Wissenschaftsglauben der Moderne zusammengefasst."

Nun könnte man meinen, daß unsere Erfahrungen in einem durch Technik und Wissenschaft geprägten Alltag allmählich diese fundamentalistischen Vorstellungen zurückdrängen. Jedoch ist gerade das Gegenteil der Fall. Wie eine kurze Internet-Recherche jetzt vier Jahre später zeigt, wird bei den "Freien evangelischen Gemeinden" nach wie vor kreationistischer Unfug verbreitet. Durch ihre intensiven Missionierungsanstrengungen breiten sich diese Fundamentalisten in Baden-Württemberg und Deutschland auch noch aus. Mittlerweile gibt es FeGs im Norden und Süden von Baden-Württemberg und in ganz Deutschland.

So ist die persönliche Empfehlung des Berichtes unverändert aktuell: "Wer sich vor dem Einfluss von Fundamentalisten schützen möchte, der muss sich ... ein naturwissenschaftliches Grundwissen aneignen.". Für die Schulen fordert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), daß im Biologieunterricht keine Schöpfungslehre unterrichtet wird. Darüberhinaus ist jeder Einzelne aufgefordert, diesem Fundamentalismus aufklärend entgegenzutreten, wo immer er sich zeigt.